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IHK Schwaben sieht heimische Wirtschaft auf Erholungskurs | BR24

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IHK Schwaben sieht heimische Wirtschaft auf Erholungskurs

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IHK Schwaben sieht heimische Wirtschaft auf Erholungskurs

Schwabens Wirtschaft ist laut Industrie- und Handelskammer Schwaben auf Erholungskurs. Das gehe aus der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage hervor. Als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung sehen Unternehmen nicht mehr den Fachkräftemangel.

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Die Unternehmen in Schwaben scheinen sich von den Folgen der Corona-Pandemie zu erholen. Das hat eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Schwaben ergeben. Daran nahmen fast 1000 Unternehmen aus Produktion, Handel und Dienstleistungen teil. "Der Großteil der Unternehmen stemmt sich erfolgreich gegen die Krise", so Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Die Wirtschaft erhole sich schneller als 2009 nach der Finanzmarktkrise.

IHK: "Insolvenzwelle blieb in Schwaben aus"

Laut der Umfrage bewerten 38 Prozent der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als gut. 23 Prozent der Unternehmen geben an, bereits zur Geschäftstätigkeit von vor Ausbruch der Corona-Krise zurückgekehrt zu sein. Dank zahlreicher Unterstützungsmaßnahmen der Politik sei auch die befürchtete Insolvenzwelle ausgeblieben.

Laut der Umfrage bewerten 52 Prozent der Unternehmen ihren Liquiditätsstatus als gut. Im Mai waren es laut IHK noch zehn Prozentpunkte weniger. Die aktuellen Zahlen dürften allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Lockdown im Frühjahr viele tausend schwäbische Unternehmen in Insolvenzgefahr gebracht hat. "Wir müssen weiter um jedes einzelne Unternehmen kämpfen", so Kopton.

Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage variieren laut IHK

Festzustellen sei auch, dass die Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage stark variieren. Je nach Produkt, Absatz und Lieferantenbeziehungen sind, laut IHK, die Unternehmen unterschiedlich gut aus der Krise gekommen. Besonders die Bauwirtschaft, die vielfach von staatlichen Aufträgen lebt, werde die Auswirkungen erst mit Verzögerung spüren, so IHK-Hauptgeschäftsführer Marc Lucassen.

Größtes Risiko: die schrumpfende Inlandsnachfrage

Für die Zukunft gehe es darum, von Seiten der Politik auf neue Belastungen zu verzichten, so Kopton. Der begonnene Weg der wirtschaftlichen Erholung stehe auf wackligen Beinen. Die Wirtschaft brauche Planungssicherheit und Signale des Aufbruchs. Einen zweiten Lockdown dürfe es nicht geben.

Als größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung sehen Schwabens Unternehmen nicht mehr den Fachkräftemangel, sondern eine schrumpfende Inlandsnachfrage.

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