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Am Montag wurden die Corona-Regeln in Bayern weiter gelockert, zur Freude der IHK

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    IHK Schwaben begrüßt Corona-Lockerungen

    Am Montag traten etliche neue Corona-Regeln in Kraft. Die IHK Schwaben lobt die Beschlüsse, bezeichnet sie aber gleichzeitig als überfällig. Heftige Kritik übt die Kammer daran, dass sich die Politik nach wir vor an der 7-Tages-Inzidenz orientiere.

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    Von
    • Roswitha Polaschek

    Im Restaurant essen, kulturelle Großveranstaltungen besuchen oder einfach nur arbeiten, ohne gleichzeitig die Kinder betreuen zu müssen - vieles ist seit Montag wieder möglich, wenn auch inzidenzabhängig. Die Industrie- und Handelskammer Schwaben begrüßt die Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern, die das Kabinett heute beschlossen hat.

    Vor allem Reise- und Gastgewerbe wird von Lockerungen profitieren

    IHK Schwaben-Präsident Andreas Kopton sagte laut einer Mitteilung der Kammer: "Der wirtschaftliche Schaden, den der Corona-Lockdown im bayerisch-schwäbischen Reise- und Gastgewerbe sowie in Teilen des stationären Einzelhandels hinterlassen hat, lässt sich weder durch Wirtschaftshilfen, noch durch gute Geschäfte im verbleibenden Jahr ausgleichen. Dennoch werden es besonders diese hart getroffenen Branchen sein, die von den Lockerungen der bayerischen Corona-Beschränkungen profitieren werden."

    "Damoklesschwert" 7-Tage-Inzidenz und Bundesnotbremse

    In der gleichen Mitteilung fordert die IHK Schwaben, die Orientierung an den Inzidenzwerten aufzugeben: "Was wir (...) weiterhin kritisieren, ist die starre und alleinige Ausrichtung an der 7-Tages-Inzidenz, die zusammen mit der bis Ende Juni gültigen Bundesnotbremse wie ein Damoklesschwert über der Wirtschaft hängt", betonte Kopton. Das Alles-oder-Nichts-Kriterium der 7-Tage-Inzidenz müsse vom Tisch und einer ausgewogenen Entscheidungsgrundlage unter anderem aus Inzidenz, Impfquote und Intensivbettenauslastung Platz machen, so die IHK.

    IHK begrüßt Öffnung der Schulen und Kitas

    Neben der fehlenden Planungssicherheit leide die regionale Wirtschaft quer über alle Branchen hinweg besonders unter teilweise kurzfristig ausfallenden Mitarbeitern, ob nun aufgrund von Ansteckung, Quarantäne oder notwendiger Kinderbetreuung. Vier von zehn Unternehmen bezeichneten dies laut IHK als größtes Risiko für ihren wirtschaftlichen Erfolg. Daher begrüßt die IHK Schwaben auch die angekündigte Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten.

    IHK: Corona-Krisenmanagement darf nicht stehen bleiben

    Gleichzeitig fordert die IHK, in den Bemühungen, die Pandemie in den Griff zu bekommen, nicht nachzulassen. Kopton sagte laut der Mitteilung: "Für viele Branchen sind die heutigen Öffnungsschritte der mehr als überfällige Silberstreif am Horizont. Damit sich aber das Horrorszenario des letzten Herbstes und Winters nicht wiederholt, darf das Corona-Krisenmanagement trotz des Bundestagswahlkampfs jetzt nicht stehen bleiben. Die Impfkampagne muss ein Erfolg werden und mit digitalen Instrumenten müssen wir mehr über das Coronavirus lernen und Ansteckungsketten schneller unterbrechen. Die Richtung stimmt, doch bis zum Ziel ist es noch ein weiter Weg."

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