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IHK: Mainfränkische Wirtschaft sieht "Licht am Ende des Tunnels" | BR24

© picture-alliance/dpa

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    IHK: Mainfränkische Wirtschaft sieht "Licht am Ende des Tunnels"

    Die Wirtschaft in Mainfranken scheint sich zu erholen. Das geht aus einer Umfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt hervor. Für eine Entwarnung ist laut dem stellvertretenden IHK-Hauptgeschäftsführer Genders aber noch zu früh.

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    Der IHK Würzburg-Schweinfurt zufolge scheint sich die mainfränkische Wirtschaft von ihrem Einbruch der vergangenen Monate zu erholen. Nach Auswertung einer Blitzumfrage, an der 143 mainfränkische Unternehmen teilgenommen haben, erklärte Sascha Genders, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer: "Die Unternehmen in Mainfranken können das Licht am Ende des Tunnels erkennen".

    Firmen schätzen aktuelle Lage weiter schwierig ein

    Zwar beurteile die Wirtschaft die aktuelle Lage als nach wie vor schwierig – rund ein Drittel der Betriebe bezeichne die laufenden Geschäfte als schlecht. Der Ausblick auf die kommenden Monate fällt der Umfrage zufolge allerdings deutlich zuversichtlicher aus. Ein Viertel der mainfränkischen Unternehmen rechne in den nächsten Monaten mit einer Verbesserung der Geschäfte. Rund 30 Prozent erwarten eine Verschlechterung.

    Bei der Befragung Anfang Mai habe der Saldo aus positiven und negativen Geschäftserwartungen bei 79 Punkten gelegen, nun sei er um 16 Punkte nach oben auf 95 Punkte geklettert. Dennoch warnte Genders vor zu großer Euphorie: "Die mainfränkische Wirtschaft wird noch lange Zeit mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben."

    Sorge vor zweiter Welle

    Laut Genders bestehe nach wie vor die Gefahr, dass das Erreichte durch eine zweite Welle verspielt werde. Für das laufende Jahr rechnen drei Viertel der Unternehmen mit Umsatzeinbußen.

    Ähnlich wie bei den vorherigen Umfragen der mainfränkischen IHK, äußern sich die befragten Betriebe auch in der aktuellen Umfrage weitestgehend zufrieden mit den ergriffenen Maßnahmen zur Krisenbewältigung. So werden Kurzarbeit, staatliche Unterstützungsmaßnahmen wie die Soforthilfe oder Steuerstundungen gerne in Anspruch genommen. Ähnliches gilt für die im Rahmen des Konjunkturpaketes beschlossene Überbrückungshilfe.

    Gleichzeitig wünschten sich die Betriebe aber auch, sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren zu können und nicht durch kurzfristige Maßnahmen oder zusätzliche Bürokratie belastet zu werden. "Die Unternehmer einfach mal machen lassen. Genau das sollte die Politik jetzt beherzigen", fordert Genders.

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