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IHK-Blitzumfrage: Jedem zweiten Unternehmen droht die Schließung | BR24

© Alisa Wienand/BR-Mainfranken

Für den Fall, dass die Einschränkungen bis Ende April aufrechterhalten werden, gibt fast jedes zweite mainfränkische Unternehmen an, dass die Betriebsaufgabe droht. Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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IHK-Blitzumfrage: Jedem zweiten Unternehmen droht die Schließung

Für den Fall, dass die Einschränkungen bis Ende April aufrechterhalten werden, gibt fast jedes zweite mainfränkische Unternehmen an, dass die Betriebsaufgabe droht. Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt.

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71 Prozent der Unternehmen, die an einer Umfrage der IHK Würzburg-Schweinfurt teilgenommen haben, erklären, dass sie aufgrund der Corona-Beschränkungen für 2020 einen halbierten Jahresumsatz erwarten.

Viele Unternehmen kämpfen schon jetzt ums Überleben

Bei 30 Prozent der Firmen verringert sich der Jahresumsatz um ein Viertel. Im Durchschnitt erwarten Unternehmen durch die aktuellen Betriebseinschränkungen einen Umsatzrückgang für das laufende Jahr in Höhe von rund 980.000 Euro.

"Wir sehen, dass die Krise massive Folgen für die Wirtschaft in Mainfranken hat. Nicht wenige kämpfen bereits heute um ihr unternehmerisches Fortbestehen." Sascha Genders, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer

Bereits jetzt spüren viele Unternehmen die Folgen der Coronakrise, noch dramatischer fällt hingegen die Beurteilung für die kommenden Wochen aus. "15 Prozent der Unternehmen sagen uns, dass sie die jetzige Situation finanziell noch 14 Tage aushalten können, bevor sie den Betrieb endgültig einstellen müssen. Bis Ende des Monats summiert sich dieser Anteil bereits auf 47 Prozent", so Sascha Genders, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer. Über den Juni hinaus könnten nur 17 Prozent der Unternehmen die derzeitigen Einschränkungen wirtschaftlich verkraften.

Flexibilität gefragt

Wie die IHK-Umfrage zeigt, reagieren Unternehmer trotz aller Einschränkungen flexibel auf die aktuellen Herausforderungen: Zum einen ergreifen sie Maßnahmen auf der betriebswirtschaftlichen Ebene – etwa, indem sie Liquiditätshilfen beantragen (76 Prozent). Zum anderen passen sie ihre Geschäftsmodelle den neuen Rahmenbedingungen an. So geben 41 Prozent der Unternehmen an, dass sie Geschäftsfelder digitalisiert haben – etwa, indem sie Onlineshops aufgebaut oder digitale Services eingeführt haben.

Hol- und Bringdienste als Möglichkeit

35 Prozent der Unternehmen haben Hol- und Bringdienste eingeführt, 28 Prozent verkaufen neuerdings Gutscheine. Auffällig ist laut IHK, dass nur eine kleine Minderheit der Unternehmen (drei Prozent) bislang Beratungsleistungen in Anspruch genommen hat. Insgesamt haben 184 mainfränkische Unternehmen an der Befragung der IHK Würzburg-Schweinfurt teilgenommen.

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