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Die IG Metall hat in Ober- und Mittelfranken zu weiteren Warnstreiks aufgerufen.

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    IG Metall: Weitere Warnstreiks in Franken

    Die IG Metall setzt die Warnstreiks in der Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie auch in Ober- und Mittelfranken fort. Sie will den Druck auf die Arbeitgeber aufrecht erhalten und die Forderung nach einer Lohnerhöhung untermauern.

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    Von
    • Birgitt Rosshirt

    In der Tarifauseinandersetzung der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall auch in Mittel- und Oberfranken zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft ist je eine Aktion in Erlangen und in Röslau im Landkreis Wunsiedel geplant. Der regionale Schwerpunkt der Warnstreiks liegt allerdings in Niederbayern und Schwaben.

    Warnstreik im oberfränkischen Röslau

    In Röslau sind rund 50 bis 60 Beschäftige der Stahl- und Drahtwerke aufgerufen, ihre Schicht vorzeitig zu beenden. Um 13 Uhr wollen sie eine Menschenkette bilden. Die Gewerkschaft möchte damit ihre Forderung nach vier Prozent Lohnerhöhung untermauern. Bei Betrieben in der Krise soll eine entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit vereinbart werden.

    Siemens und Schaeffler in Erlangen betroffen

    In Erlangen sollen Betriebsräte und Vertrauensleute von Siemens und Schaeffler ihre Pause von 12 bis 13 Uhr bei einem Mittagsspaziergang über das neue Campus-Gelände von Siemens verbringen. Laut IG Metall werden rund 50 bis 100 Personen erwartet.

    Forderungen: Lohnerhöhung oder Verkürzung der Arbeitszeit

    Die IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn oder bei Betrieben in der Krise eine entsprechende Verkürzung der Arbeitszeit. Die Arbeitgeber bieten nach einer Nullrunde in diesem Jahr Lohnerhöhungen erst ab 2022 an, die aber noch nicht beziffert sind. Zudem fordern sie, dass Krisenbetriebe bei bestimmten Bilanzzahlen ohne Nachverhandlungen mit der IG Metall automatisch vom Tarifvertrag abweichen können.

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