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IG Metall: Start der Warnstreiks auch in Unterfranken | BR24

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Auch in Unterfranken haben Warnstreiks in der Metall-Branche begonnen. Mehrere Hundert Beschäftigte haben sich daran beteiligt. Die ersten Aktionen gab es bereits in der Nacht. In Schweinfurt fand die größte Versammlung von Streik-Teilnehmern statt.

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IG Metall: Start der Warnstreiks auch in Unterfranken

Auch in Unterfranken haben Warnstreiks in der Metall-Branche begonnen. Mehrere Hundert Beschäftigte haben sich daran beteiligt. Die ersten Aktionen gab es bereits in der Nacht. In Schweinfurt fand die größte Versammlung von Streik-Teilnehmern statt.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Ralph Wege

Mehrere Hundert Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie haben sich am Dienstag in Unterfranken am bundesweiten Warnstreik beteiligt. Die größte Veranstaltung fand in Schweinfurt statt. In der Ernst-Sachs-Straße hatte die Gewerkschaft IG-Metall eine Kundgebung organisiert. Beschäftigte der Firmen ZF und SKF haben sich daran beteiligt.

Aktionen auch in Main-Spessart und am Untermain

Auch im Landkreis Main-Spessart wurde gestreikt: Laut IG Metall beteiligten sich bei Bosch Rexroth in Lohr am Main Beschäftigte am Warnstreik: Knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten für eine dreiviertel Stunde die Arbeit niedergelegt und sich an einer Kundgebung beteiligt, so ein Sprecher der IG Metall. Ähnlich hätte es auch bei Linde Material Handling in Weilbach im Landkreis Miltenberg ausgesehen. Dort sollen 45 Beschäftigte für eine Stunde in den Warnstreik getreten sein und die Kundgebung besucht haben, erklärte der Sprecher.

Weitere Warnstreiks im Laufe der Woche

Die IG Metall kündigt weitere Kundgebungen in Schweinfurt für die nächsten drei Tage an. Außerdem soll es am Freitag in den Regionen Rhön-Grabfeld und Haßberge zu mehreren Kundgebungen kommen. In einer Pressemitteilung der IG Metall hieß es: "Mit den Warnstreiks wollen die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in der Region den Arbeitgebern zeigen, dass sie hinter der Tarifforderung der IG Metall stehen. Gleichzeitig wollen sie den Druck erhöhen, damit sich die Arbeitgeber am Verhandlungstisch bewegen und es zu einem guten Ergebnis in dieser Tarifrunde kommen kann."

Gewerkschaft will Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Als Grund für die Warnstreiks gab die IG Metall an, dass die vierte Verhandlungsrunde der Tarifparteien ohne Annäherung und ohne neuen Termin beendet worden sei. Die Gewerkschaft fordert unter anderem vier Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten. Außerdem verlangt sie die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten sowie vergleichbare Regelungen für dual Studierende. Die Arbeitgeber wollen in diesem Jahr keine Lohnerhöhungen geben. Erst ab 2022 würden sie diese in Betracht ziehen.

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