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IG BAU über wachsende Pendlerzahlen in Nürnberg besorgt | BR24

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Angesichts gestiegener Berufspendlerzahlen in Nürnberg fordert die IG BAU eine drastische Wende in der Wohnungsbaupolitik. Die Zahl der sogenannten Einpendler, die täglich nach Nürnberg fahren, sei seit dem Jahr 2000 um 20 Prozent gestiegen.

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IG BAU über wachsende Pendlerzahlen in Nürnberg besorgt

Angesichts gestiegener Berufspendlerzahlen in Nürnberg fordert die Gewerkschaft IG BAU eine drastische Wende in der Wohnungsbaupolitik. Die Gewerkschaft sieht die Hauptursache für die vielen Pendler in zu hohen Mieten.

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Die Zahl der sogenannten Einpendler, die täglich nach Nürnberg zur Arbeit fahren, sei seit dem Jahr 2000 um 20 Prozent auf über 160.000 Menschen gestiegen, teilte die Gewerkschaft IG BAU mit. Dabei beruft sie sich auf Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Für die Pendler bleibe dabei nicht nur viel Lebenszeit auf der Strecke. Auch die Umwelt leide unter der Fahrerei, betonte die Gewerkschafterin Iris Santoro.

Hohe Mieten als Hauptursache ausgemacht

Eine Hauptursache für den Pendel-Boom sieht Santoro im Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den großen Städten. "Eine wachsende Zahl von Menschen kann sich die hohen Mieten und Immobilienpreise aber gerade dort nicht mehr leisten, wo in den letzten Jahren besonders viele Jobs entstanden sind", sagt die Bezirksvorsitzende der IG BAU Mittelfranken.

Firmen können Beitrag gegen Pendlerfrust leisten

Die Folge seien immer längere Staus und überfüllte Züge. Massive Investitionen seien deswegen auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar, um die Pendler zu entlasten. "Vor allem beim Schienen-, Straßen- und Radwegenetz ist der Nachholbedarf groß", so Santoro. Einen entscheidenden Beitrag gegen den "Pendel-Frust" könnten zudem die Firmen leisten, indem sie es ihren Beschäftigten leichter machen, in Gleitzeit oder im Home-Office zu arbeiten.