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IG BAU: "Corona-Disziplin" auf dem Bau in Würzburg sinkt | BR24

© dpa / pa

Symbolbild: Bauarbeiter auf einer Baustelle

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    IG BAU: "Corona-Disziplin" auf dem Bau in Würzburg sinkt

    Die "Corona-Disziplin" auf dem Bau in Würzburg sinkt: Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt heute in einer Mitteilung. Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf "grobe Corona-Sünden": Oft sei nicht einmal das Händewaschen möglich.

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    Von
    • Achim Winkelmann

    Oft kein Händewaschen, keine Masken, kein Abstand: Die "Corona-Disziplin" auf dem Bau sinkt: Auf immer mehr Baustellen in Würzburg wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer Pressemitteilung. "Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal", sagt der Vorsitzende der IG BAU Mainfranken, Michael Groha. Immer häufiger werde wieder "im alten Trott" gearbeitet – wie vor der Corona-Pandemie.

    Fehlende Desinfektions-Spender

    Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Covid-19-Virus inzwischen einfach aus, so die IG BAU. Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf "grobe Corona-Sünden":

    "Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige." IG BAU-Bezirksvorsitzende Michael Groha

    Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung. Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen, sagt Michael Groha.

    Beschäftigte haben vollen Schutz verdient

    Corona-Schutz auf dem Bau koste – wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch – Geld, so die Gewerkschaft. Das aber seien notwendige Kosten, die die Bauunternehmen in Würzburg nicht scheuen dürften, fordert die IG BAU Mainfranken: "In der Corona-Pandemie zeigen Baubeschäftigte in Würzburg volle Leistung. Dafür haben sie auch vollen Gesundheitsschutz verdient." Der IG BAU-Bezirksvorsitzende Groha appelliert an die Baubeschäftigten in Würzburg, strikt darauf zu achten, sich zu schützen: Dazu gehörten regelmäßiges Händewaschen, Schutzmasken und das Arbeiten mit Abstand.

    Infektionsgefahr bei Sammeltransporten

    Dass das Arbeiten unter freiem Himmel das Infektionsrisiko reduziert sei nur die halbe Wahrheit, so der IG BAU-Bezirksvorsitzende. Spätestens beim Innenausbau und beim Sanieren sehe das dann schon ganz anders aus. Zudem lauere bei gemeinsamen Pausen eine hohe Infektionsgefahr. Ebenso auf dem Weg zur Baustelle im Sammeltransporter:

    "Hier müssen Arbeitgeber Einzelfahrten möglich machen – und den Bauarbeitern dafür auch etwas bieten." IG BAU-Bezirksvorsitzende Michael Groh

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