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© BR / Carol Lupu
Bildrechte: Lukas Hartmann / Jugendhaus St. Kilian

Dem Miltenberger Jugendhaus St. Kilian droht die Schließung. Eine Projektgruppe soll jetzt Rettungsmöglichkeiten ausloten.

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Ideen gesucht zur Rettung des Jugendhauses St. Kilian

In Miltenberg droht dem Jugendhaus St. Kilian die Schließung. Eine Projektgruppe mit Vertretern aus Politik und Kirche soll nun ausloten, wie das christliche Jugendbildungs- und Tagungshaus der Diözese Würzburg gerettet werden kann.

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Von
  • Carol Lupu

Das Bistum Würzburg muss sparen und will einige seiner Bildungshäuser los werden. Die Zukunft des Miltenberger Jugendhauses St. Kilian ist derzeit ungewiss. Dem Haus droht die Schließung. Um das zu verhindern, soll eine Projektgruppe in den kommenden Wochen nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Vertreter der Kommunen, des Landkreises und der katholischen Kirche werden eingebunden. Miltenbergs Bürgermeister Bernd Kahlert (CSU) wird dabei die Kommunen vertreten. Wie viel Geld nötig sein wird, um das Haus weiter zu betreiben, ist unklar.

Teile des Jugendhaus-Areals könnten vermietet werden

Nach Auskunft von Lukas Hartmann, dem Leiter des Tagungsbetriebs, stehen im Jugendhaus St. Kilian größere Renovierungen an. Die Projektgruppe wird bei ihren nächsten Treffen erörtern, ob das Haus umgestaltet werden kann. Das Areal sei groß, so Hartmann. Teile davon könnten vermietet werden. Das Landratsamt und Jugendverbände würden beispielsweise gerne einen Teil der Räumlichkeiten übernehmen. Der Miltenberger Bürgermeister Bernd Kahlert sagte dem Bayerischen Rundfunk, er halte es für wichtig, dass Kinder sich schon sehr früh auch mit Themen wie Religion, Ökologie und interkulturelles Miteinander auseinandersetzen. All das würde in der Region wegfallen, wenn das Haus St. Kilian schließen müsste.

Bistum Würzburg muss sich von Tagungshäusern trennen

Die Würzburger Diözese will sich von mehreren Bildungshäusern trennen, da sie nach eigenen Angaben die Finanzierung nicht sichern kann. Die Diözese hat zehn Tagungshäuser, vier sollen davon will sie behalten: das Martinushaus in Aschaffenburg, das Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg, das Burkardushaus in Würzburg und die Jugendbildungsstätte Volkersberg in der Rhön. Die Trägerschaft vier weiterer Häuser will die Diözese abgeben: das Tagungszentrum Schmerlenbach, die Benediktushöhe in Retzbach, die Thüringer Hütte in der Rhön und das Haus St. Michael in Bad Königshofen. Das Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg und das Jugendhaus St. Kilian in Miltenberg stehen noch zur Diskussion.

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