ARCHIV - 06.01.2023, Niedersachsen, Kirchlinteln: Eine Gruppe von Schweinen in einem Mastbetrieb wird auf Stroh gehalten. Der Bundestag entscheidet am 16.06.2023 über die Gesetzespläne zum Tierhaltungslogo für Fleisch im Supermarkt. Foto: Sina Schuldt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Staatsanwaltschaft Ansbach hat Anklage gegen ein Landwirtspaar erhoben. Im Raum steht Misshandlung und Tötung von mehr als tausend Schweinen.

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Hunderte Schweine misshandelt: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

1.300 Schweine mussten offenbar monatelang in einem dunklen Stall mit zu wenig Wasser und Futter ausharren: Weil ein Landwirtspaar aus dem Landkreis Ansbach seine Tiere nicht ausreichend versorgt hat, sind sie nun angeklagt worden.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Weil ein Landwirtspaar ihre mehr als tausend Schweine über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend versorgte, hat die Staatsanwaltschaft Ansbach nun Anklage erhoben. Dem Paar wird die Misshandlung und Tötung der Tiere vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Ansbach am Montag mitteilt.

1.300 Schweine nicht ausreichend versorgt

Vor fünf Monaten waren die Zustände in einem Schweinemastbetrieb im Landkreis Ansbach entdeckt worden. Demnach sind 1.300 Schweine im Zeitraum zwischen Anfang 2021 und Ende 2022 nicht ausreichend versorgt worden. Dazu zähle, dass die Tiere nicht ausreichend Futter und Wasser zur Verfügung hatten, nicht tiermedizinisch versorgt wurden und in einem wenig beleuchteten Stall ohne Beschäftigung ausharren mussten. Bei 900 Tieren hätte man außerdem Wunden entdeckt, die auf Kannibalismus hindeuten.

Auch Sohn mitangeklagt

Knapp 200 Tiere sind in dem genannten Zeitraum laut Staatsanwaltschaft sogar verendet, ihre Kadaver wurden nicht entfernt. Im November 2022 hat der Sohn des Landwirtspaars den Hof übernommen, weshalb auch ihm die Staatsanwaltschaft Ansbach quälerische Misshandlung der Tiere und Tötung durch Unterlassung zur Last legt. Das Amtsgericht Ansbach prüft nun, ob es zur Verhandlung kommt.

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