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Hunderte Corona-Fälle in Mamming: Kein Lockdown für Region | BR24

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Im niederbayerischen Mamming kontrolliert die Bereitschaftspolizei, ob die coronabedingte Quarantäne eingehalten wird. Alle 600 Arbeiter eines Betriebs sind isoliert. In einer Konservenfabrik hat sich die Zahl der Corona-Infizierten auf 166 erhöht.

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Hunderte Corona-Fälle in Mamming: Kein Lockdown für Region

Erst der Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof, jetzt in einer Konservenfabrik: Trotz hunderter Infektionsfälle in zwei Mamminger Betrieben wird es Gesundheitsministerin Huml zufolge im Landkreis Dingolfing-Landau vorerst keinen Lockdown geben.

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Im Landkreis Dingolfing-Landau wird es nach dem Corona-Ausbruch in einer Konservenfabrik in Mamming vorerst keinen Lockdown für die Bevölkerung in der Region geben. Das hat das bayerische Gesundheitsministerium dem BR in einer schriftlichen Stellungnahme mitgeteilt.

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Huml: Kein erneuter Lockdown für Bevölkerung notwendig

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte dazu: "Die gute Nachricht ist: Auch uns neu vorliegende Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass weiterhin kein erneuter Lockdown für die Allgemeinbevölkerung in der betroffenen Region notwendig ist, um diese zu schützen." Die möglichen Kontaktpersonen von infizierten Personen hätten sich nach Angaben des Landratsamts bisher gezielt ermitteln lassen. Damit bestünde die Möglichkeit, die Infektionsketten zu durchbrechen.

"Dennoch ist natürlich weiterhin überall in Bayern Wachsamkeit und das genaue Befolgen der Corona-Regeln sehr wichtig", so Huml.

Produktion in Konservenfabrik ruht

In Mamming, einer Gemeinde mit knapp 3.000 Einwohnern in Niederbayern, haben sich inzwischen 398 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - zuerst mehr als 232 in der Gurkenernte beschäftigte Saisonarbeiter auf einem Gemüsehof, anschließend noch einmal jene 166 Mitarbeiter des Konservenherstellers, der von dem Bauernhof beliefert wird.

Huml zufolge wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Man müsse alles dafür tun, die Infektionsketten zu durchbrechen, so die Ministerin. Gestern sei die "Taskforce Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vor Ort gewesen. Fazit: Die Konservenfabrik könne derzeit nicht produzieren. Eine Wiederaufnahme der Produktion komme erst dann in Frage, wenn die Hintergründe des Ausbruchsgeschehens geklärt seien. Ferner müsse das Hygiene- und Schutzkonzept für den Betrieb sichergestellt sein.

Ergebnisse von weiterer Reihentestung für Mittwoch erwartet

Für die in Quarantäne befindlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Betriebe wurde den Angaben zufolge eine strikte Trennung von infizierten und nicht-infizierten Personen angeordnet, die vor Ort konsequent überwacht wird. Ziel sei es, kurzfristige Lösungen für die teilweise beengten Unterbringungsverhältnisse zu finden, um die weitere Isolierung der Kontaktpersonen zu ermöglichen. Zudem habe auf dem betroffenen Gemüsehof eine weitere Reihentestung stattgefunden, deren Ergebnisse voraussichtlich am morgigen Mittwoch vorliegen soll.

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