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Hunderte Betrugsversuche durch falsche Polizisten | BR24

© picture alliance / dpa

Symbolbild: Die echte Polizei ermittelt gegen falsche Polizisten.

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    Hunderte Betrugsversuche durch falsche Polizisten

    Falsche Polizisten haben einen Münchner um Schmuck und Geld im Wert von knapp 30.000 Euro gebracht. Ihr Trick: Um Einbrecher zu finden, bräuchte die Polizei dringend seine Hilfe. In wenigen Tagen wurden hunderte Betrugsversuche in München gemeldet.

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    Wie die Polizei berichtet, hatte ein Rentner im Stadtteil Obersendling am Montag mehrere Anrufe von zwei falschen Polizisten bekommen. Sie erklärten dem Opfer, dass sein Name auf der Liste eines festgenommenen Einbrechers gefunden worden sei.

    Der Rentner solle mithelfen, weitere Täter zu fassen. Dafür müsse er seine Wertsachen vorübergehend der Polizei übergeben.

    Rentner stellt Geld und Schmuck vors Haus

    Der 84-Jährige packte Geld und Schmuck in eine Tasche und stellte sie wie vereinbart vor seinem Wohnhaus ab. Weil er die Tasche nicht zurückbekam, wendete er sich an die echte Polizei. Echte Polizisten klärten ihn darüber auf, dass er auf Trickbetrüger hereingefallen war.

    Dem Münchner Polizeipräsidium wurden in den vergangenen Tagen mehrere hundert solcher Anrufe mitgeteilt, bei denen kein Schaden entstand.

    Betrug mit falschen Polizeibeamten nimmt extrem zu

    Unter der Kategorie "Falsche Polizeibeamte/Amtsträger" registrierte die Polizei im Jahr 2017 insgesamt 3.239 Taten (Vorjahr: 291), davon 40 (18) vollendete Delikte des Callcenter-Betrugs mit einem Gesamtschaden von 4,3 Millionen Euro (224.923 Euro) registriert. Dies entspricht einem starken Anstieg der Fallzahlen um tausend Prozent oder knapp 3.000 Fälle.