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Hundehalter nach Angriff zu hoher Geldstrafe verurteilt | BR24

© BR/Anna Klein

Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde heute ein Hundehalter vom Amtsgericht Günzburg zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt. Seine beiden Hunde hatten eine Frau angefallen und ihren Hund tot gebissen.

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Hundehalter nach Angriff zu hoher Geldstrafe verurteilt

Wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde heute ein Hundehalter vom Amtsgericht Günzburg zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro verurteilt. Seine beiden Hunde hatten eine Frau angefallen und ihren Hund tot gebissen.

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Eine Frau geht mit ihrem Hund spazieren, plötzlich wird sie von zwei Hunden angefallen, die aus einem Garten ausgebrochen sind. Sie und ihr Hund werden dabei verletzt – das Tier sogar so schwer, dass er kurz darauf stirbt. So geschehen ist das im September 2018 in Ichenhausen im Landkreis Günzburg. Das Amtsgericht hat den Halter der beiden Hunde nun zu einer Geldstrafe verurteilt.

Mann hielt kampfhundähnliche Rassen in seiner Wohnung

Einer der beiden Hunde des Mannes war durch ein Loch im Gartenzaun ausgebrochen und hatte die Frau auf der Straße und ihre Hündin angegriffen. Der zweite Hund – ein Pit-Bull-Mischling – rannte hinterher. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei beiden Tieren um kampfhundähnliche Rassen, die der Mann in seiner Wohnung gehalten hat.

Frau immer noch traumatisiert von dem Angriff

Die Frau musste nach dem Vorfall am Oberschenkel genäht werden. Außerdem wurde sie von den Hunden umgeworfen und erlitt durch den Sturz schmerzhafte Prellungen. Außergerichtlich hatte sie bereits 1.000 Euro Schmerzensgeld bekommen.

Die Frau leidet noch immer unter den Eindrücken des Angriffs. Vor Gericht brach sie mehrmals in Tränen aus, als sie dem Richter beschrieb, wie ihre Hündin tot gebissen wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Halter der beiden Hunde Fahrlässigkeit vor.

Geldstrafe wegen fahrlässiger Körperverletzung

Der Richter folgte dieser Einschätzung und verurteilte den Hundehalter wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 7.200 Euro. Offenbar war es nicht das erste Mal, dass dem Mann ein Tier entwischte. Für die Staatsanwältin war vor allem entscheidend, dass der Mann seine Hunde offenbar nicht im Griff hatte. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass der Angeklagte nicht ausreichend geprüft hatte, ob sein Grundstück sicher war.

Hundehalter hat einen Hund abgegeben

Der Hundehalter hat einen seiner beiden Hunde inzwischen abgegeben. Mit dem anderen absolvierte er mehrere Monate lang ein Hundetraining und legte vor Gericht ein entsprechendes Zertifikat vor.