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Bald nicht mehr ohne Führerschein? Hund und sein Herrchen

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Hundeführerscheinpflicht? Das sagen die BR24-User

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Beißattacken von Hunden registriert worden. Vermutet wird, dass die Halter Fehler machen – daher wird die Forderung nach einem Hundeführerschein laut. Die BR24-User haben dazu unterschiedliche Meinungen.

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Wenn Hunde zugebissen haben und der Vorfall gemeldet wurde, hält ihn seit 2011 das Bayerische Innenministerium fest. Die dort erhobenen Zahlen sprechen für sich: Die Beißvorfälle haben in den letzten Jahren um fast fünfzig Prozent zugenommen. Wurden 2011 noch 870 Fälle registriert – davon 47 von so genannten Kampfhunden – stiegen die Vorfälle 2018 auf 1.281 mit 78 beteiligten Kampfhunden. Wenn die Aggressionen bei ganz "normalen" Rassehunden derart zunehmen, steckt dahinter oftmals falsche Erziehung - sagen Hundeexperten. Tierschutzorganisationen, Tierheime und Politiker fordern jetzt eine gesetzliche Hundeführerscheinpflicht.

Problem Anspringen

Die BR24-User berichten von eigenen Erlebnissen mit beißenden Hunden, wie "Meikel", der beim Joggen von zwei freilaufenden Bullterriern gebissen wurde. Besonders häufig weisen die BR24-User aber darauf hin, dass das Problem bereits beim "Anspringen" beginne. Das sei, schreibt User "nachgelesen" aus der Sicht des Hundes vielleicht eine schöne Geste, für den Angesprungenen jedoch höchst unangenehm, beängstigend und gefährlich, weil nicht nur die Kleidung verdreckt werde, sondern auch Sturzgefahr bestehe. "Mrs Smith" meint dazu: "Auch freundliches Anspringen ist nicht tolerabel. Hier ist der Halter gefordert, dies entsprechend zu trainieren."

Zu viele Hunde ohne Leine

Vor allem sehen die BR24-User die Besitzer in der Verantwortung, weil viel zu oft keine Leine angelegt werde. "AlexM" schreibt: "Versuchen Sie doch mal, einen Hundehalter, der seinen Hund unerlaubterweise frei laufen lässt, darauf anzusprechen, dass er seinen Hund bitte anleinen möge. Der Hundehalter reagiert empört und ungehalten (schlimmer als der Hund)." Diese Erfahrung teilen viele Leser und beklagen vor allem die einsichtslosen Hundebesitzer – wie "werwolf": "In Landschaftsschutzgebieten und Naturschutzgebieten werden Hunde ebenfalls von der Leine gelassen. Die Besitzer reagieren, wenn man sie anspricht, pampig bis aggressiv".

Hundeführerschein könnte überforderten Hundebesitzern helfen

Ein Hundeführerschein sei schon deshalb gut, meinen einige User, weil einfach immer mehr Menschen einen Hund besäßen und nicht immer wüssten, was damit auf sie zukomme. "Poldi" findet den Hundeführerschein dringend erforderlich, weil heute jedermann meine, einen Hund haben zu müssen, weil es gerade "in" ist. "Die meisten können aber damit nicht umgehen und sind überfordert, da es ja mehr Arbeit macht als man vorher gedacht hat. Obwohl ich kein besonderer Hundefreund bin, tun mir manche Hunde leid, wenn ich sehe, wie sie von "Tierfreunden" behandelt werden."

Ob das Hundeführerschein oder wie auch immer benannt wird. Auf alle Fälle muss was passieren. Ich wandere viel in den Bergen. Und ich kann nur bestätigen, 1. die Anzahl der Hunde hat sich drastisch erhöht, 2. 3/4 davon gehen nicht an der Leine, 3. ist mir schon öfters passiert, dass ein Hund bellend, angriffslustig auf mich zu rannte, worauf der Besitzer jedesmal sagte: Der tut nichts. (das ist die dümmste Aussage, finde ich). Ich bin dafür, dass es eine Regel/ein Gesetz/eine Pflicht, was auch immer, ein Muss des Anleinens geben sollte! "JUS" auf BR24

Nicht schon genug Regularien?

Gedanken machen sich die User auch darüber, was der Hundeführerschein finanziell für die Hundehalter bedeutet. "Batzi" schlägt vor, dass der Hundehalter, der den Hundeführerschein freiwillig mit seinem Hund macht, von der Hundesteuer zu befreien. Auf den Einwand von "jens78", ob es denn auch ohne Hundeführerschien nicht schon genug Regularien gebe, erwidert "btr": "Würden sich die zukünftigen Hundebesitzer selber schlau machen über die Bedürfnisse ihrer Vierbeiner, bräuchte man das natürlich nicht. Bei Kindern werden schon vor der Geburt 1.000 Bücher gekauft usw. Beim Hund denkt jeder, das kommt von alleine. Irrtum."

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Wenn ein Hund aggressiv wird, kann das verschiedene Gründe haben. Zum Beispiel, dass er sein Territorium verteidigen will. Was könnt Ihr tun, wenn Ihr Euch bedroht fühlt?