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Hund schießt auf Herrchen – Urteil gegen Jäger | BR24

© picture alliance / blickwinkel

Symbolbild: Jäger mit Hund

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    Hund schießt auf Herrchen – Urteil gegen Jäger

    Das Verwaltungsgericht München hat in einem kuriosen Fall entschieden: Ein Hund hatte aus einem Auto heraus mit dem Gewehr auf sein Herrchen geschossen. Das Landratsamt entzog dem Jäger seine Waffenbesitzkarte – und die bekommt er auch nicht zurück.

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    Zu dem kuriosen Vorfall war es in Sachsen gekommen. Dort betreibt der 74-Jährige aus dem Landkreis Pfaffenhofen eine Fischzucht und hat ein Jagdrevier.

    Hund schießt aus dem Auto

    Während er sich mit einer Spaziergängerin unterhielt, löste sich aus seinem Gewehr im Auto ein Schuss, der ihn selbst am Arm traf. Auslöser für die Schussabgabe müsse der Hund gewesen sein, hieß es später im Polizeibericht. Beim Herumspringen im Auto war das Tier auf den Abzug des ungesicherten Gewehrs geraten.

    Gericht hält Jäger nicht für zuverlässig

    Das Landratsamt Pfaffenhofen entzog dem Jäger daraufhin die Waffenbesitzkarte. Er bekommt sie auch nicht zurück. Das Verwaltungsgericht hält ihn nicht für zuverlässig genug. Für Jäger gehöre es schließlich zu den "grundlegenden Obliegenheiten", keine schussbereiten Waffen im Auto mitzunehmen – schon weil sich auch bei Fahrten durch unwegsames Gelände ein Schuss lösen könnte, so die Richter.

    Es sei anzunehmen, dass der Mann auch künftig nicht vorsichtig mit Waffen und Munition umgehen werde. Er kann aber beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof beantragen, dass eine Berufung zugelassen wird.