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Hummeln bestimmen mit dem Hummeltelefon | BR24

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Der Bund Naturschutz hat zusammen mit dem unterfränkischen Institut für Biodiversitätsinformationen eine neue Mitmachaktion gestartet - das Hummeltelefon. Wer eine Hummel sichtet, kann sie nun von Experten bestimmen lassen.

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Hummeln bestimmen mit dem Hummeltelefon

Auf geht's - Hummel fotografieren und von Experten bestimmen lassen. Zu dieser Mitmach-Aktion ruft der BUND Naturschutz auf. Am sogenannten "Hummeltelefon" geben Experten Auskunft welche Hummel-Art man entdeckt hat.

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Kaum werden die Tage wärmer, schwärmen die Hummel-Königinnen aus auf der Suche nach Brutplätzen. Dabei lassen sich die eher trägen Brummer oft gut beobachten. Wer dann eine Kamera zückt und die Hummel fotografiert kann sich von Klaus Mandery und seinem Team vom Institut für Biodiversitätsinformationen in Ebern (Lkr. Haßberge) bestimmen lassen, um welche Hummelart es sich handelt. Es ist eine Gemeinschaftsaktion zusammen mit dem BUND Naturschutz.

Mitmachen kann jeder

Der Service funktioniert ganz einfach: Wenn man eine Hummel fotografiert hat, wählt man maximal drei Bilder aus und schickt sie mit Angabe des Fundortes und der Postleitzahl per Mail oder WhatsApp ans sogenannte Hummeltelefon. Die Nummer lautet: 0151/18460163, die E-Mail-Adresse hummelfund@ifbi.net. Die Nachricht wird dann von zwei Mitarbeiterinnen des Instituts ausgewertet, die Hummelart bestimmt und der Einsender erhält baldmöglichst eine Antwort, mit einer kurzen ökologischen Information.

Mehr als 40 heimische Arten - viele sind bedroht

Mehr als 40 verschiedene Hummel-Arten gibt es. Bombus lapidarius, die Steinhummel und Bombus pratorum, die Wiesenhummel zählen bei uns zu den häufigsten Arten. 13 Hummel-Arten stehen aber auch in Bayern auf der roten Liste, weil sie vom Aussterben bedroht sind, beispielweise die Sandhummel oder die Feldhummel. Mit den gesammelten Daten der Nutzer wird gegen Ende des Sommers eine Karte erstellt, so dass ersichtlich wird, welche Hummel wo gesichtet wurde.

Verständnis für die Natur schaffen

Den Initiatoren des Hummeltelefons um Klaus Mandery geht es mit dem Projekt vor allem darum, mehr Verständnis für die Natur zu schaffen. Durch die Flurbereinigung haben die Hummeln viel von ihrem Lebensraum verloren. Da Hummeln je nach Art die unterschiedlichsten Brutplätze suchen, ist eine vielfältige Landschaft wichtig: mit Feldrainen, Natursteinmauern und Gewässerrandstreifen. Doch auch im eigenen Garten kann jeder selbst etwas tun: einfach mehr Unordnung zulassen und gezielt blühende Pflanzen aussäen. So könnten sich gefährdete Arten eventuell wieder erholen.

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