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Huml nach Test-Chaos: "Wir nehmen die Verantwortung an" | BR24

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44.000 Reiserückkehrer warten noch auf das Ergebnis ihres Corona-Tests in Bayern. Darunter 900 Infizierte. Wer trägt die Verantwortung für diese Panne? Die Gesundheitsministerin oder Ministerpräsident Söder? Melanie Huml, CSU, in den ARD-Tagesthemen:

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Huml nach Test-Chaos: "Wir nehmen die Verantwortung an"

Nach dem Bekanntwerden der Pannen bei der Übermittlung von Corona-Test-Ergebnissen in Bayern hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in den ARD-"Tagesthemen" wörtlich erklärt: "Wir nehmen die Verantwortung an".

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Die bayerische Staatsregierung habe die Problematik erkannt und bemühe sich nun zügig um Abhilfe, so Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Ziel sei es, dass bis zum Mittag alle 900 an bayerischen Teststationen positiv auf Corona getesteten Personen von ihren Testergebnissen erführen. Dafür werde jetzt die Nacht durchgearbeitet.

Quarantänepflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

Am Mittwoch hatte Huml mitgeteilt, dass immer noch 44.000 Urlaubsrückkehrer auf ihr Testergebnis warteten, unter ihnen 900 mit dem Virus Infizierte. In diesem Zusammenhang verwies Huml auf eine Quarantänepflicht für alle Urlauber, die aus Risikogebieten heimkehrten.

Zu kurze Vorlaufzeit verhinderte digitale Verarbeitung

Hauptproblem war laut Huml, dass die Daten der Getesteten zunächst nur händisch auf Papier festgehalten werden konnten. Ziel sei von vornherein eine digitale Verarbeitung gewesen. Doch bis der entsprechende Dienstleister die Arbeit habe aufnehmen können, hätten "dankenswerterweise" Ehrenamtliche überbrückt. Diese hätten nicht über digitale Erfassungsmöglichkeiten verfügt. Dadurch sei ein "großer Rückstau" entstanden.

Sie bedauere sehr, dass viele Menschen deshalb noch keine Gewissheit hätten, betonte Huml. "Das ärgert mich sehr", erklärte sie.

Opposition greift wegen Test-Panne Regierung scharf an

Die Opposition hat die Staatsregierung wegen der Pannen bei den Corona-Teststationen an den Autobahnen scharf angegriffen. Die Grünen sprachen von einer "Schocknachricht", SPD und FDP von Versagen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte seine eigentlich für Donnerstag und Freitag geplante Reise nach Schleswig-Holstein wegen der Test-Probleme ab.

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