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Huml kritisiert Wöhrl-Entscheidung von Würzburger Gericht | BR24

© dpa / picture alliance

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml

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    Huml kritisiert Wöhrl-Entscheidung von Würzburger Gericht

    Das Verwaltungsgericht in Würzburg hatte dem Modehaus Wöhrl erlaubt, in Würzburg und Schweinfurt am Montag wieder zu öffnen. In der "Mainpost" kritisierte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) dies jetzt als den "falschen Weg".

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    Am Freitag hatte das Würzburger Verwaltungsgericht Eilanträgen des Nürnberger Modeunternehmens Wöhrl stattgegeben: Die Bekleidungskette darf demnach am Montag seine Läden in Würzburg und Schweinfurt öffnen, wenn die dortige Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter begrenzt wird.

    Huml: "Der falsche Weg!"

    Gegenüber der Tageszeitung "Mainpost" erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml, die Staatsregierung teile die Rechtsauffassung des Würzburger Verwaltungsgericht nicht.

    "Große Geschäfte mit einem umfangreichen Sortiment üben eine zu große Anziehungskraft auf einen größeren Kundenkreis aus einem wiederum größeren räumlichen Einzugsbereich aus." Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in der Tageszeitung "Mainpost"

    Ferner verwies Huml noch auf ausstehende Entscheidungen in ähnlichen Fällen. Auch eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs stehe noch aus.

    "Wir werden die Entscheidung zur 800-Quadratmeter-Grenze genau anschauen und dann selbstverständlich prüfen, ob weiterer Handlungsbedarf besteht." Gesundheitsministerin Melanie Huml in der Tageszeitung "Mainpost"

    Ab Montag darf der Großteil des Einzelhandels in Bayern wieder öffnen. Dies gilt nur für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern (ausgenommen sind Auto- und Fahrradhändler sowie Buchläden). Die Bekleidungskette Wöhrl aus Nürnberg hatte gegen diese Auflage bei mehreren Verwaltungsgerichten Eilanträge gestellt. Dabei ging es um die Frage, ob größere Geschäfte öffnen dürfen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf die erlaubten 800 Quadratmeter verkleinern.

    Würzburger Verwaltungsgericht: Kleineres Sortiment bedeutet geringere Attraktivität

    Während etwa das Verwaltungsgericht in Ansbach den Eilantrag ablehnte, gab das Würzburger Verwaltungsgericht zwei Eilanträgen statt: Mit einer Abgrenzung der Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmetern verringere sich das Sortiment und damit die Attraktivität und das lade weniger zum Einkaufen ein, so die Argumentation des Würzburger Gerichts.