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Huml bestätigt: Schutzkleidungen bei Ärzten sind knapp | BR24

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Melanie Huml, bayerische Gesundheitsministeerin

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Huml bestätigt: Schutzkleidungen bei Ärzten sind knapp

Die bayerische Gesundheitsministerin bestätigte, das bei Schutzkleidung von Hausärzten ein Notstand herrsche. Sie sei deshalb auf Bundesebene aktiv geworden. Den Mangel führt sie darauf zurück, dass bereits im Januar der erste Fall bekannt wurde.

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Es sei eigentlich die Aufgabe der Ärzte sich darum zu kümmern, dass genug Schutzkleidung vorhanden sei, so Melanie Huml im Gespräch mit der BR-Nachrichtensendung Rundschau.

Hausärzte sollen Ressourcen sparen

Bayern gehe es hier wie den anderen Bundesländern: Es fehle mittlerweile an Schutzkleidung bei den Hausärzten. Sie sei hier bereits auf Bundesebene aktiv geworden. Kritik kam deswegen vom Bayerischen Hausärzteverband. Markus Beier kritisierte im BR die Versorgung der Praxen mit Schutzkleidung. Der Markt sei leergefegt und nicht alle Hausärzte hätten sich Masken und spezielle Schutzkleidung für die Testung von Patienten zur Verfügung. Das Robert Koch-Institut empfiehlt Hausärzten zumindest einen zweiten Raum für Patienten mit einem möglichen Verdacht auf das Corona-Virus oder beispielsweise bestimmte Praxiszeiten für solche Fälle anzugeben. Melanie Huml rät den Ärzten, Ressourcen zu sparen und Schutzkleidung nicht nach jedem Patienten zu wechseln.

Neue Fälle durch Urlaubsende erwartet

Die Ministerin rechnet damit, dass in den nächsten Tagen mehr Fälle in Bayern bekannt werden. Jetzt käme die Rückreisewelle aus Italien nach den Faschingsferien, so Huml. Trotz allem habe man in Bayern die Lage im Griff. Wichtig sei bei an COVID-19-Erkrankten, dass die Infektionskette nachvollzogen werden können, um eine Ausbreitung zu stoppen. Man müsse alles Menschenmögliche tun, um den Virus zu stoppen. Eine 100-prozentige Sicherheit gebe es jedoch nicht, so Huml.

Freiwillige Absage von Veranstaltungen ab 1.000 Besucher

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml will es noch den Veranstaltern größere Events überlassen, diese abzusagen und Ausstellern aus Risikogebieten auszuladen. Dies sei ein Kabinettsbeschluss, der für den Moment gelte, so die Ministerin. Ändere sich die Situation, müsse noch einmal darüber nachgedacht werden, ob es bei dieser Empfehlung bleibe.

Insgesamt schätzt die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml das Risiko für die Bevölkerung sich mit dem neuen Corona-Virus zu infizieren als gering ein. Das habe auch das Robert-Koch-Institut in Berlin bestätigt. Gestern wurde in Erlangen ein weiterer Infizierter bekannt. Er hat sich auf einer Tagung in München angesteckt.

Infektionsherd in München festgestellt

Das Robert Koch Institut sprach heute in seiner Pressekonferenz von drei Clustern, die nach dem Coronavirus-Ausbruch in Deutschland bis jetzt festgestellt wurden. Neben Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg nannte RKI-Vizepräsident Lars Schaade auch München. In diesem neuen Cluster sind vier Fälle identifiziert worden. Unter Clustern versteht das RKI Schwerpunkte für den Ausbruch des Virus. Der Krankheitsverlauf sei nicht generell festlegbar, so Schaade weiter. Im Normalfall dauere die Lugenkrankheit COVID-19 acht bis 14 Tage. Danach sei auch die Ansteckungsgefahr vorbei. Bei einer zweiten Gruppe verschlechtere sich jedoch der Zustand nach rund neuen Tagen. Dann könne eine Genesung bis zu sechs Wochen dauern. Schaade bezog sich bei dieser Erklärung auf Beschreibungen der Ärzte in China. Dieser schlimme Verlauf betreffe jedoch lediglich 20 Prozent der Fälle. Wie viele Fälle es genau gebe in China und anderen Ländern, könne nach wie vor nicht genannte werden, denn niemand wisse, wie hoch der Prozentsatz der nicht gemeldeten oder nicht bemerkten Corona-Fälle.

Seit Anfang des Jahres sind bundesweit 53 Fälle mit dem Corona-Virus gemeldet worden. In nur einem Fall sei der Verlauf der Krankheit schwer gewesen.

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