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Hubschrauber-Unglück in Haßfurt: Pilot soll Geldstrafe zahlen | BR24

© picture-alliance/dpa

Verunglückter Transporthubschrauber am Flugplatz Haßfurt

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    Hubschrauber-Unglück in Haßfurt: Pilot soll Geldstrafe zahlen

    Der Bundeswehr-Pilot, der für den tödlichen Hubschrauber-Unfall in Haßfurt verantwortlich ist, soll eine Geldstrafe zahlen. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung mit einer Geldstrafe von neunzig Tagessätzen.

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    Nach Erkenntnissen der Ermittler ist zum einen der Flugplatz Haßfurt nicht für die Landung eines Hubschraubers dieser Größe geeignet. Der Pilot sei am 10. April 2018 trotzdem zum Nachtanken gelandet, obwohl vier alternative Flugplätze in Reichweite gewesen sind.

    Rotorblätter waren dem Tower zu nahe gekommen

    Als er den Transporthubschrauber dann zum Auftanken rollen ließ, habe er zudem einem geparkten Flugzeug ausweichen müssen und dafür den nötigen Sicherheitsabstand zum Tower unterschritten. Der unter Volllast laufende Hubschrauber-Rotor hatte daraufhin den Flugplatz-Tower gestreift. Umherfliegende Trümmer trafen einen 61-jährigen Flugplatzmitarbeiter tödlich.

    Staatsanwaltschaft: Pilot steuerte nicht sorgfältig genug

    Die Staatsanwaltschaft Bamberg geht davon aus, dass der Pilot bei Beachtung der "gebotenen Sorgfalt als Luftfahrzeugführer" die Kollision und damit den Tod des Opfers hätte vermeiden können. Das Ermittlungsverfahren gegen einen Bordmechaniker, der zum Unfallzeitpunkt zur Seite hin Ausschau gehalten hatte, wurde eingestellt. Der Mann habe an seiner Position im Hubschrauber die drohende Kollision nicht erkennen können.