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Hotspot Dingolfing-Landau: Landrat zu Zahlen und Maßnahmen

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    Hotspot Dingolfing-Landau: Landrat zu Zahlen und Maßnahmen

    Der Landkreis Dingolfing-Landau ist erneut zum Corona-Hotspot geworden. Deshalb will das Landratsamt verschiedene Maßnahmen verkünden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Welche das sein werden, steht bislang noch nicht genau fest.

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    Nachdem der niederbayerische Landkreis Dingolfing-Landau den zweithöchsten Sieben-Tage-Inzidenzwert (58,2) in ganz Deutschland aufweist, äußert sich Landrat Werner Bumeder (CSU) im BR-Interview zur gestrigen Kommunikation des Landratsamts, die für Verwirrung gesorgt hatte.

    Verwirrung über konkrete Zahlen

    Am Mittwochvormittag hieß es vom Landratsamt, man habe den Grenzwert überschritten. Am Abend hieß es, er sei doch nicht überschritten.

    Heute jedoch habe man ihn überschritten. Das Landratsamt hatte die korrekten Zahlen offenbar gestern schon, aber erst heute wurden sie vom RKI bestätigt. Landrat Werner Bumeder: "Wir haben unsere absoluten Zahlen und reagieren auf die bestätigten Corona-Fälle. Ich könnte natürlich auch sagen: Ich warte, bis das mit der Statistik so weit ist und reagiere erst dann. Für mich sind die tatsächlichen Fälle entscheidend und nicht, wann es in einer Statistik übernommen wird."

    Landratsamt will Maßnahmen verkünden

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlicht die Corona-Zahlen um acht Uhr morgens, das Robert-Koch-Institut um Mitternacht. Das Landratsamt erhielte den ganzen Tag über aktuelle Zahlen, wie es heißt. Um Maßnahmen wirklich umsetzen zu können, braucht es in Bayern jedoch die offiziellen Zahlen vom Robert-Koch-Institut. Deswegen reagiert das Landratsamt heute und will im Laufe des Tages Maßnahmen verkünden.

    Wahrscheinlich Änderungen im schulischen Bereich

    Wie Bumeder dem BR sagte, müsse man sich hierbei am Katalog der bayerischen Staatsregierung orientieren. Demnach kann es zu Kontaktbeschränkungen, weniger Teilnehmern bei Veranstaltungen, Maskenpflicht und Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen und Distanzunterricht kommen. Was genau im Landkreis Dingolfing-Landau beschlossen wird, soll heute noch verkündet werden. Nach Bumeder müsse man sich aber vor allem im schulischen Bereich auf Änderungen einstellen. Dass der Landkreis Dingolfing-Landau erneut derart hohe Zahlen aufweist, sei "eine sehr sehr schwierige Situation", so Bumeder.

    Dingolfing-Landau erneut Hotspot

    Hintergrund ist, dass es bei BMW und dessen Logistikdienstleistern mehr als 30 Corona-Fälle gibt. Erst vor einem Monat galt Mamming im Landkreis Dingolfing-Landau als Corona-Hotspot, nachdem das Virus auf einem Gemüsehof ausgebrochen war. Wie damals sei das Infektionsgeschehen auch dieses Mal wieder lokal eingrenzbar, so Bumeder. Das Unternehmen (Logistikdienstleister) samt Hygienekonzept sei laut Landrat genau überprüft worden: "Ein paar Schwachstellen wurden natürlich auch aufgezeigt und bereits behoben. Dass sich das dann weiterverbreitet bei Mitarbeitern und der Familie ist gang und gäbe. Wir können es sehr genau lokalisieren." Deswegen rechnet der Landrat damit, dass die Zahlen in den nächsten Tagen wieder sinken werden.

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