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Bayern

Hotels und Pensionen: Keine Urlauber aus NRW-Hotspots | BR24

© dpa Picture-Alliance Martin Siepmann

Marktplatz mit Rathaus und Hotel Tuchhaus (ehemals Behringer) in Volkach

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    Hotels und Pensionen: Keine Urlauber aus NRW-Hotspots

    Urlauber aus Corona-Hotspots wie den Landkreisen Gütersloh oder Warendorf in Nordrhein-Westfalen dürfen in Bayern nicht beherbergt werden. Das hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Anfang der Woche verkündet. Wie gehen Hotels damit um?

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    Die Bayerische Staatsregierung hat für das Urlaubsverbot inzwischen die sechste Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geändert. Darin heißt es nun:

    "Betriebe dürfen keine Gäste aufnehmen, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eines anderen Landes der Bundesrepublik Deutschland anreisen oder dort ihren Wohnsitz haben, in dem oder in der in den letzten sieben Tagen vor der geplanten Anreise die Zahl der Neuinfektionen höher als 50 pro 100.000 Einwohnern liegt".

    Verantwortlich sind Hotels und Pensionen

    Verantwortlich für die Umsetzung der neuen Bestimmung sind die Hotels, Pensionen und Campingplätze, so Johannes Hardenacke, Pressesprecher der Regierung von Unterfranken. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer erwischt wird, dem drohen Bußgelder von 150 bis zu 5.000 Euro. "Wie das kontrolliert werden soll, wissen wir nicht", sagt zum Beispiel Corinna Petzold, Pressesprecherin am Landratsamt in Kitzingen. Das Landratsamt ist die zuständige Ordnungsbehörde für die vielen Touristen an der Mainschleife.

    Alle Buchungen werden überprüft

    Momentan wird allen Beherbergungsbetrieben empfohlen, in den Buchungen nachzuprüfen, ob sich Gäste aus den betroffenen Landkreisen befinden, sagt Claudia Amberger-Berkmann, Kreisvorsitzende vom Hotel- und Gaststättenverband in Würzburg. Zu denen müsse man dann Kontakt aufnehmen und absagen. Wie viele solche Fälle es in Würzburg und Umgebung gibt, könne sie aber nicht sagen. Zukünftige Anfragen und Spontan-Urlauber, die von der Regelung betroffen sind, müssen abgewiesen werden. Problem sei allerdings, dass sich die Hotels auf die Angaben ihrer Gäste verlassen müssen, denn Anspruch auf Einsicht in Ausweise hätten Beherbergungsbetriebe nicht. Oft würden einfach falsche Angaben gemacht, so Amberger-Berkmann.

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