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Hospizstandort Polling soll Leuchtturmprojekt werden | BR24

© Hospizverein Pfaffenwinkel

Nordtrakt des Klosters Polling mit dem bereits bestehenden Hospiz.

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Hospizstandort Polling soll Leuchtturmprojekt werden

Der "Hospizverein im Pfaffenwinkel“ und das "Ambulante Kinderhospiz München" wollen auf dem Klostergelände in Polling ein Kinderhospiz errichten. Das Vorhaben soll in spätestens vier bis fünf Jahren realisiert werden.

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In der Betreuung schwerkranker Kinder in der Region arbeiten der "Hospizverein im Pfaffenwinkel" und das "Ambulante Kinderhospiz München" (AKM) schon länger gut zusammen. Nun wollen sie ein gemeinsames Projekt realisieren: Auf dem Klostergelände in Polling soll das bestehende Hospiz erweitert und in dem Komplex gleichzeitig ein ambulantes und teilstationäres Kinderhospiz errichtet werden.

Hospizverein: "Deutschlandweit einmaliges Vorhaben"

Dieses Vorhaben ist deutschlandweit einmalig, sagt Monika Brandmaier, die Sprecherin vom Hospizverein Paffenwinkel, gegenüber dem BR. An ersten Planungen für eine zukunftsfähige Lösung wird derzeit gearbeitet. Realisiert werden soll das Vorhaben in Zusammenarbeit mit dem Kloster in spätestens vier bis fünf Jahren.

Seit dem Hospiz- und Palliativgesetz von Ende 2015 steigen die ambulanten Beratungen und Begleitungen ständig an und damit auch die Anfragen nach einer Aufnahme ins Hospiz. Sie werden in Zukunft weiter steigen, heißt es von den Verantwortlichen.

Stationäre Versorgung für die Region

Der "Hospizverein im Pfaffenwinkel" hat mit den Krankenkassen einen Versorgungsvertrag zur stationären hospizlichen Versorgung der Landkreise Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen sowie der südlichen Landkreise Starnberg und Landsberg.

Die Höchstgrenze für Hospize liegt bei 16 Betten. "Wir würden gerne auf zunächst 14 Betten erhöhen", sagt Hospizvereins-Vorsitzende Renate Dodell. Die Stiftung "Ambulantes Kinderhospiz München" (AKM) will ein ambulantes und teilstationäres Kinderhospiz mit sechs Betten und zwei weiteren Betten in zwei Familienappartements realisieren.

Entlastung für die Familien schwerkranker Kinder

Polling sei der ideale Standort für das südwestliche Oberbayern, heißt es von Christine Bronner, der Geschäftsführenden Vorsitzenden der Stiftung. Dort sollen entsprechend einer heilpädagogischen Einrichtung schwerkranke Kinder zur Entlastung der Familien einige Vormittage oder regelmäßig zwei Nächte in der Woche oder auch mal ein Wochenende von Fachkräften betreut werden, damit Eltern wieder Kraft sammeln können.

"Wir haben jetzt die Chance, in zwei Einheiten ein erweitertes Hospiz für Erwachsene und eines für Kinder als von der Politik und den Krankenkassen unterstütztes Pilotprojekt gemeinsam zukunftsfähig zu gestalten." Renate Dodell, Hospizvereinsvorsitzende

Diese Kooperation wäre nicht nur für Polling, sondern für alle betroffenen Menschen im Pfaffenwinkel eine große soziale Aufwertung.

Am Donnerstag, den 25.Juli, soll es eine Infoveranstaltung für die Bürger in Polling geben, dort wollen die beiden Organisationen und der Architekt die Pläne vorstellen.

© BR

Das Hospiz in Polling soll ausgebaut werden.