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Bayerischer SPD-Fraktionschef Horst Arnold fordert Kitas und Schulen so lange wie möglich offen zu lassen. Eine Corona-Ampel mit vier verschiedenen Farben sei seiner Meinung nach problematisch.

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Horst Arnold: Corona-Ampel mit vier Farben problematisch

Der bayerische SPD-Fraktionschef Horst Arnold fordert, Kitas und Schulen so lange wie möglich offen zu lassen. Eine Corona-Ampel mit vier verschiedenen Farben sei seiner Meinung nach problematisch.

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Von
  • Veronika Lohmöller

Der Vorsitzende der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, Horst Arnold, hat den neuen dunkelroten Grenzwert für den Freistaat in der Pandemie kritisiert:

"Eine Ampel mit vier verschiedenen Farben ist problematisch. Kein Mensch weiß dann im Prinzip, woran er ist." Horst Arnold, Vorsitzender der bayerischen SPD-Landtagsfraktion, im Interview mit der Bayern 2-radioWelt

Allerdings räumte der SPD-Politiker ein: "Dunkelrot mag sicherlich ein geeignetes Mittel sein. Aber ich glaube, das Entscheidende ist, dass man sich weg von Ankündigungen bewegt, mehr informiert und vor allen Dingen diese Informationen bis an die Kommunen hinunter eins zu eins spiegelt, denn dort muss es ja umgesetzt werden."

Kritik an Schulschließungen

Arnold kritisierte, dass im Zuge der hohen Neuinfektionen im Berchtesgadener Land und den daraus folgenden Maßnahmen die Schulen geschlossen wurden: "Damit war auch die soziale Situation für die Eltern, aber auch für die Schüler eine ganz desperate Situation. Denn von heute auf morgen kann man nicht einfach sozusagen seine Arbeit ruhen lassen, um die Kinder zu betreuen." Der SPD-Fraktionschef stellte klar: "Wir sagen, Kitas und Schulen, insbesondere für die Jungen, müssen nicht dieser Allgemeinschließungserwägung unterzogen werden, sondern es muss pandemisch-hygienisch alles dafür getan werden, diese solange wie möglich offen zu lassen. [...] Wir können es uns nicht leisten, dass im Laufe der Zeit eine Generation entsteht, die Defizite an sozialen Kontakten im Umgang mit ihren Mitmenschen hat."

Bayerns Ministerpräsident Söder hatte gestern in einer Regierungserklärung eine weitere Warnstufe angekündigt, bei einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 100. Dann werden unter anderem die Sperrstunde auf 21 Uhr vorverlegt und Veranstaltungen jeglicher Art auf höchstens 50 Teilnehmer begrenzt.

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