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Hopfenschädling: Keine Gefahr für den Hopfen oder gar das Bier | BR24

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Im bayerischen Bierhimmel kam in letzter Zeit Unruhe auf: Ein Schädling bedrohe angeblich den Hopfen und die Hallertau! Doch heute auf der offiziellen Hopfenrundfahrt konnten uns die Bauern wieder beruhigen: Der Hopfenkiller tritt nur vereinzelt auf.

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Hopfenschädling: Keine Gefahr für den Hopfen oder gar das Bier

Der Hopfenpflanzerverband warnt mit Blick auf den neuen Schädling vor einer Panikmache. Der Krankheitserreger Citrus Bark Cracking Viroid sei besorgniserregend, aber definitiv "keine Gefahr für die Hallertau, den Hopfen oder gar das Bier".

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Der südeuropäische Zitronen- und Hopfenschädling hatte in den vergangenen Tagen bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Doch Adolf Schapfl, Präsident des Hopfenpflanzerverbands Hallertau, stellt klar: Nur zwei von insgesamt 900 Hopfenbauern haben den Erreger in ihren Gärten und auch da nur auf sehr kleiner Fläche. Wesentlich größere Sorgen würden den Hopfenbauern die sinkende Zahl an chemisch synthetischen Pflanzenschutzmitteln und der Klimawandel bereiten.

Forderung des Verbandes: Mehr Möglichkeiten der Bewässerung

Mit Blick auf die zunehmende Trockenheit forderte Adolf Schapfl mehr Möglichkeiten der Bewässerung.

"Wenn es ein zwei Monate heiß und trocken ist, und wenn man das dann noch zwei Wochen länger hat, dann sprechen wir nicht über Durchschnittsernte. Dann sprechen wir über miserable Ernte. Deswegen ist auch die Bewässerung ein großes Thema." Adolf Schapfl, Präsident des Hopfenpflanzerverbands

Mit diesem Anliegen stößt er bei Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf Verständnis.

"Wenn wir weiter so trockene Sommer haben, derzeit sind ja nur 20 Prozent im Hopfenanbau bewässert, werden wir mehr bewässern müssen." Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister

Aiwanger setzt dabei jedoch weniger auf den Verbrauch von mehr Grundwasser als vielmehr auf das intelligente Einfangen von Regenwasser.

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Vom Ziel der bayerischen Staatsregierung, den Bio-Anteil von derzeit elf Prozent auf 30 Prozent bis 2030 zu steigern, ist der Hopfenanbau sehr weit entfernt: Die Edelpflanze ist eine Monokultur und zudem extrem schädlingsanfällig.