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Hopfenanbauer sehen ohne Saisonkräfte Existenz gefährdet | BR24

© BR/Philipp Kimmelzwinger

Die fränkischen Hopfenbauern brauchen Helfer

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Hopfenanbauer sehen ohne Saisonkräfte Existenz gefährdet

Im April beginnt die "Rush-Hour" im Hopfenanbau. Die fränkischen Hopfenbetriebe befürchten aber, dass die Arbeit liegen bleibt. Denn wegen der Corona-Krise bekommen sie keine Saisonkräfte.

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Im April geht es im Hopfenanbau richtig los: Ein Großteil der Triebe muss abgeschnitten werden und die verbleibenden Triebe werden an Steigdrähten befestigt. Für diese Arbeiten brauchen die rund 70 Hopfenbetriebe in der Region Spalt und Hersbruck normalerweise Saisonkräfte aus dem Ausland.

Hopfenanbau ohne Saisonkräfte aus dem Ausland

Die Helfer auf den fränkischen Hopfenfeldern sind in den vergangenen Jahren überwiegend aus Polen und Rumänien gekommen. Doch das dürfen sie nicht mehr: Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hatte das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet.

Existenznöte bei Hopfenbetrieben

Die Hopfenpflanzer im Gebiet Spalt und Hersbruck sind angesichts ausbleibender Saisonkräfte in großer Sorge. Der Vorsitzende des Hopfenpflanzerverbands Spalt, Friedrich Kolb, geht davon aus, dass den Spalter Hopfenbetrieben etwa 400 Saisonarbeitskräfte fehlen. Für manche Hopfenbetriebe könnte das Ausbleiben von Saisonarbeitskräften existenzgefährdend sein, erklärte Kolb. Die nervliche Anspannung sei derzeit hoch. "Mitte April beginnt beim Hopfen die Rush-Hour", sagte Kolb.

"Ordentliches Gehalt" für Helfer

Deshalb appelliert Kolb an alle, sich zu melden, wenn sie in einem der wichtigsten Monate, im April, auf den Feldern aushelfen wollen. "Bei uns gibt es Essen, Trinken, frische Luft und ordentliche Bezahlung", sagte Kolb. Interessierte können sich an den Maschinen- und Betriebshilfsring Roth und den Hopfenpflanzerverband Spalt e.V. in Roth wenden.

© BR

Die Corona-Krise hat die Landwirtschaft erreicht: Das Bundesinnenministerium hat die Einreise ausländischer Saisonarbeiter nach Deutschland verboten. Für Gemüseproduzenten eine schockierende Nachricht, sie fürchten um ihre Ernte.

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