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Homeschooling (Symbolbild)

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    Homeschooling und wenig Geld: Diese Unterstützung gibt es

    Familien mit Grundsicherung haben es oftmals besonders schwer in Pandemie-Zeiten. Zu einem knappen Monatsbudget kommen meist auch Probleme mit der Infrastruktur, um ihre Kinder im Homeschooling zu unterstützen. Hilfe kommt von Kommunen und Jobcenter.

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    Von
    • Hanna Heim

    Schulunterricht am Bildschirm ist an sich schon eine Herausforderung. Noch schwieriger wird es, wenn es gar keinen Bildschirm gibt. Damit Schülerinnen und Schüler auch im Distanzunterricht am Lernen und Lesen bleiben können, verleihen die meisten Kommunen digitale Endgeräte – unabhängig vom Familieneinkommen.

    Technik von der Kommune oder Geld vom Jobcenter

    Wo es das nicht gibt, können sich Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen, die Kosten von etwa 350 Euro für einen Computer mit Tastatur oder ein Tablet und einen Drucker vom Jobcenter erstatten lassen. Das hat zuletzt das Landessozialgericht in Thüringen entschieden. Dafür müssen die Berechtigten einen Antrag auf Mehrbedarf stellen. Aber: Einen Anspruch auf eine Internetverbindung gibt es nicht.

    Einmaliger Mehrbedarf dank Sozialgesetzbuch

    Hintergrund ist, dass wegen der Pandemie faktisch die Schulpflicht ausgesetzt ist. Damit tritt der §21 des Sozialgesetzbuchs (SGB) in Kraft: Die Familien haben Anspruch auf einmaligen Mehrbedarf, weil ein "unabweisbarer, besonderer Bedarf besteht". Konkret heißt das, dass rückwirkend zum 1. Januar 2021 finanzielle Unterstützung für die Anschaffung eines Laptops oder Tablets von den Jobcentern kommen darf.

    100 Euro monatlich als Zuschlag zur Grundsicherung

    Sozialverbänden geht diese staatliche Unterstützung nicht weit genug. Ein Bündnis fordert neben der technischen Ausstattung einen pauschalen Grundsicherungszuschlag in Höhe von monatlich 100 Euro für alle Kinder in Hartz-IV-Familien.

    Neben der Unterstützung für das Homeschooling gibt es für Familien weitere finanzielle Hilfen. Seit Anfang des Jahres können Eltern beispielsweise beim Bundesfamilienministerium den Notfall-Kinderzuschlag beantragen und sie haben einen Lohnentschädigungsanspruch, wenn sie ihre Kinder wegen der Pandemie nicht in die Schule oder Kita bringen können.

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