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Professor während einer digitalen Vorlesung in Zeiten von Corona

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    Homeoffice-Mentoring für Studenten hilft gegen Unmotiviertheit

    Studieren im Homeoffice sorgt bei angehenden Akademikern offenbar für Motivationslosigkeit. Forscher der Uni Erlangen-Nürnberg haben nun herausgefunden: Mentoring-Programme helfen gegen Motivationsprobleme. Virtuelle Treffen führten zum Erfolg.

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    Von
    • Birgitt Rosshirt
    • Jonas Miller

    "Ich habe beim Lernen so lange ein Motivationsproblem, bis ich ein Zeitproblem habe." Diesen Satz dürften viele Studierende kennen. Präsenzveranstaltungen an der Uni regeln das normalerweise schnell. Doch im Homeoffice fehlt es manchen Studierenden offenbar dauerhaft an der Motivation. Dagegen helfen Mentoring-Programme - das zeigt eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

    Mentoring zeigt Erfolg: Mehr Prüfungsanmeldungen, mehr Inhalte

    Um das herauszufinden, haben Forscher um Johannes Rincke vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre ein Mentoring-Programm für angehende Wirtschaftswissenschaftler entwickelt. Rund 700 Jungstudierende wurden dabei von höheren Semestern unterstützt. Sie erhielten von ihnen Tipps, wie sie ihre Arbeiten im Homeoffice am Besten organisieren. Die Maßnahme wurde wissenschaftlich begleitet.

    Das Ergebnis: Studierende im Mentoring-Programm kümmerten sich mehr um Studieninhalte und meldeten sich zu mehr Prüfungen an. Bereits fünf virtuelle Treffen brächten demnach einen Erfolg. Insbesondere leistungsstärkere Studenten hätten von der Begleitung profitiert, teilte die FAU mit.

    Ziel: Studienabbrüche sollen verhindert werden

    Hintergrund der Studie ist die Corona-Pandemie, die auch Studierdende in das Homeoffice zwingt. Das Mentoring-Programm ist der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Studien der FAU-Forscher zu der Frage, wie Universitäten ihre Studierenden erfolgreicher machen können. Für dieses Forschungsprogramm stellt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) 250.000 Euro zur Verfügung.

    Langfristiges Ziel der Untersuchung ist, die Zahl von Studienabbrüchen zu verringern und die Berufsaussichten von Studierenden zu verbessern.

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