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Homeoffice für Nobelpreisträger: Tagung startet aus Lindau | BR24

© picture allianace / dpa

Jeden Sommer treffen sich in die Lindau die Träger*innen des Nobelpreises - dieses Jahr geht das nur virtuell.

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    Homeoffice für Nobelpreisträger: Tagung startet aus Lindau

    Eigentlich treffen sich jeden Sommer die besten Forschenden der Welt in Lindau am Bodensee - doch dieses Jahr verbannt die Corona-Pandemie auch Nobelpreisträger ins Homeoffice. Das birgt Herausforderungen.

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    "Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Formate", lautete die Begrüßung von Bettina Gräfin Bernadotte zur ersten virtuellen Tagung in der Geschichte der Nobelpreisträger-Tagung Lindau. Als Präsidentin des Veranstaltungs-Kuratoriums sprach sie am Sonntagnachmittag per Livestream aus dem Lindauer Hafen zu den teilnehmenden Preisträgern und Nachwuchs-Wissenschaftlern.

    Im Jubiläumsjahr verschoben

    Die Tagung findet seit 69 Jahren jeden Sommer in Lindau statt, heuer wäre großes Jubiläum gewesen. Wegen der weltweiten Corona-Pandemie hatten die Veranstalter bereits im März angekündigt, erst 2021 wieder eine Nobelpreisträger-Tagung in Lindau abzuhalten - frühestens.

    Krise zeigt, wie wichtig Naturwissenschaften sind

    Das Coronavirus schränkt auch die Naturwissenschaften in ihrer Arbeit stark ein, allerdings habe die weltweite Pandemie auch gezeigt, wie enorm wichtig wissenschaftliche Erkenntnisse für den Alltag sein können. Gerade in diesen Zeiten sei der Dialog in der Wissenschaft umso wichtiger. Die Nobelpreisträger-Tagung soll vor allem den über eintausend Nachwuchs-Forschenden die Möglichkeit bieten, sich mit Spitzenwissenschaftlern auszutauschen - und das über die Grenzen von Disziplinen und Ländern hinweg.

    Tagung beginnt schon um sechs Uhr

    Dass die Forschenden das Programm zu Hause vor dem Laptop mitverfolgen können, birgt auch Herausforderungen: Die erste Diskussionsrunde beginnt am Montag bereits um 6 Uhr deutscher Zeit - und das mit einer aktuellen Grundsatzfrage: Welche Rolle spielt die Wissenschaft in der Corona-Krise? Die frühe Uhrzeit hat auch einen Grund, denn über die öffentliche Wahrnehmung von Naturwissenschaft diskutieren Forschende aus Australien, Kalifornien und Großbritannien - also aus unterschiedlichen Zeitzonen.

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