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Seit über einhundert Jahren fahren Sportler die Hänge des Ochsenkopfs im Fichtelgebirge herunter. Früher noch auf ganz einfachen Brettern, manchmal sogar nur auf Fass-Dauben.

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Holzbretter und Schlitten: Bischofsgrün sucht Skimuseum

Seit mehr als hundert Jahren fahren Sportler die Hänge des Ochsenkopfs im Fichtelgebirge herunter. Früher noch auf ganz einfachen Brettern, manchmal sogar nur auf Fass-Dauben. Nun wird in Bischofsgrün ein Museum für die gesammelten Relikte gesucht.

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Von
  • Hans-Peter Kernstock

Heutzutage ist Skifahren ein sehr komfortabler Freizeitsport. Lifte und Gondeln bringen uns bequem auf den Gipfel, hinunter geht es über meist bestens präparierte Pisten. Doch bis es soweit war, musste sich der Wintersport erst entwickeln, mit nach und nach besserer Ausrüstung – so auch am Ochsenkopf im Fichtelgebirge. Freunde des Wintersports haben dort Bretter aus vielen Jahrzehnten gesammelt. Jetzt wird dafür noch ein Museum gesucht.

Wintersport-Pionier sammelt Ausrüstung im Fichtelgebirge

Zu den Pionieren des Skisports im Fichtelgebirge gehört Fritz Frosch. Im Haus des 2009 verstorbenen Bischofsgrüner Ehrenbürgers Oswald Russ kümmert er sich um eine umfangreiche Sammlung historischer Wintersport-Geräte. Noch sind die Relikte aus über 100 Jahren Wintersport im Haus allerdings nicht öffentlich zugänglich.

Derzeit nutzt die Gemeinde das ehemalige Wohnhaus nur als Lager. Fritz Frosch hat sich aber schon Gedanken gemacht, wie ein Skimuseum aussehen könnte. Neben Erinnerungen an erfolgreiche Sportler sollten auch Erfindungen aus dem Fichtelgebirge vorgestellt werden: der erste Kurzski, um das Skifahren leichter zu lernen, oder der Monoski, ein Vorläufer des Snowboards.

Trotz hoher Kosten: Bischofsgrün denkt über Skimuseum nach

Wegen hoher Umbaukosten wird die Idee "Museum im Wohnhaus" von der Gemeinde derzeit nicht weiterverfolgt. Alternativ denkt Bürgermeister Michael Schreier aber über ein Museum oder eine Ausstellung im Kurhaus nach. Rund 200 Quadratmeter stehen hier zur Verfügung. Aber auch hier wäre der Umbau teuer.

Die Investitionskosten würden etwa eine Million Euro betragen, glaubt Schreier. Der Förderbetrag könnte zwar bis zu 90 Prozent gefördert werden, doch die Gemeinde zögert noch und will sich erst im Lauf des Jahres entscheiden.

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