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Bayerns Gesundheitsminister Holetschek

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    Holetschek will Kreuzimpfungen bald umsetzen

    Bund und Länder erhoffen sich durch kombinierte Corona-Impfungen einen Schub in der Impfkampagne. Bayerns Gesundheitsminister Holetschek will die entsprechende Stiko-Empfehlung rasch umsetzen. Er rechnet aber mit Verzögerungen bei Erstimpfungen.

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    Von
    • Daniel Knopp
    • BR24 Redaktion

    Wer mit dem Impfstoff Astrazeneca geimpft ist, soll so schnell wie möglich eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impstoff von Biontech oder Moderna bekommen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will diese neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Impfungen mit unterschiedlichen Corona-Impfstoffen zeitnah im Freistaat umsetzen.

    Impfabstand wird verkürzt

    Holetschek betonte in Nürnberg: "Positiv ist, dass durch die Stiko-Empfehlung der Impfabstand bei sogenannten Kreuzimpfungen auf vier Wochen verkürzt wird. Das steigert das Impftempo. Wichtig ist auch die klare Aussage, dass eine Kreuzimpfung (erst Vektorimpfstoff, dann mRNA-Impfstoff) eine hohe Wirksamkeit hat – laut Stiko mindestens genauso hoch wie eine homologe Impfung mit mRNA-Impfstoff. Das zeigt deutlich, dass Erstimpfungen mit Astrazeneca weiterhin sinnvoll sind.“  

    Holetschek plant Sonderaktionen

    In Betracht kommen laut Holetschek vor allem Sonderaktionen. Zudem soll die heterologe Impfung bei erweiterten Patientenimpfungen in Krankenhäusern angeboten werden, wonach die Kliniken bei ihren Patientinnen und Patienten Erstimpfungen nun auch vornehmen können, wenn sie die Zweitimpfung ambulant sicherstellen.

    Laut Holetschek sind in Bayern in der kommenden Woche rund 136.000 Zweitimpfungen mit Astrazeneca terminiert. In der folgenden Woche sind 28.000 geplant. "Wir gehen davon aus, dass viele Impflinge eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wünschen werden. Wir haben die Impfzentren aufgefordert, das bei ihren Planungen zu berücksichtigen."

    Vorübergehende Verzögerungen bei Erstimpfungen möglich

    Es könne sein, dass durch die aufgrund der unangekündigten Stiko-Empfehlung kurzfristig erforderliche Umstellung in einzelnen Impfzentren vorübergehend weniger Erstimpfungen mit mRNA-Impfstoff vergeben werden können oder Erstimpftermine verschoben werden müssen. Hier setze er auf die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger, so Holetschek. Durch die kürzeren Impfintervalle kann es laut Gesundheitsministerium zudem vorübergehend auch wieder zu einer Häufung von Zweitimpfungen in den Statistiken kommen.

    Gesundheitsministerkonferenz beschließt Kreuzimpfungen

    Am Freitag hatte die Gesundheitsministerkonferenz sogenannte Kreuzimpfungen mit Impfstoff von Astrazeneca (Erstimpfung) und mRNA-Impfstoffen (Zweitimpfung) in einer Videokonferenz einstimmig beschlossen. Gesundheitsminister Spahn sagte auf einer Pressekonferenz, diese Kombination sei genauso so sicher, wie doppelte Impfungen mit Biontech oder Moderna. Er betonte, dass die zweite Dosis bei dieser sogenannten Kreuzimpfung bereits nach vier Wochen injiziert werden kann, was einen besonders zügigen Schutz bedeute.

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