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Holetschek: Knapp eine Million Impfungen im Februar in Bayern | BR24

© BR/ Julian von Löwis
Bildrechte: dpa-Bildfunk/Sebastian Gollnow

Nach den gedämpften Erwartungen in Folge des "Impfgipfels" kann das Bayerische Gesundheitsministerium einen unerwarteten Teilerfolg vermelden. Im Februar können wohl eine Million Menschen geimpft werden - wenn die Hersteller ihre Zusagen einhalten.

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Holetschek: Knapp eine Million Impfungen im Februar in Bayern

Nach den gedämpften Erwartungen in Folge des "Impfgipfels" kann Gesundheitsminister Holetschek einen Teilerfolg vermelden. Im Februar können im Freistaat wohl knapp eine Million Menschen geimpft werden - wenn die Hersteller ihre Zusagen einhalten.

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  • Julian von Löwis

Von den drei bisher zugelassenen Impfstoffen von Biontech, Moderna und AstraZeneca gehen insgesamt rund 950.000 Dosen bis Ende dieses Monats nach Bayern.

B5 Interview der Woche mit Gesundheitsminister Holetschek

Gesundheitsminister Holetschek spricht - nach eigener Aussage - bei den Impfstoff-Lieferungen eigentlich nicht gerne über Zahlen. Zu "schmerzlich" sind wohl die Erinnerungen an die Turbulenzen um abgesagte Liefermengen und Termine. Die Frage der Impfstoffmenge sei aber das Wichtigste, um Planbarkeit und Verlässlichkeit zu gewährleisten, so Holetschek im B5 Interview der Woche, das am Samstag um 7:20 Uhr und um 9:20 Uhr ausgestrahlt wird.

Holetschek zieht positive Impfbilanz für Bayern

Holetschek verweist auf die bisher aus seiner Sicht trotz allem positive Impfbilanz in Bayern: Mehr als 530.000 Menschen wurde demnach eine Erstimpfung verabreicht - 170.000 Menschen davon hätten dank der zweiten Dosis auch schon einen vollkommeneren Impfschutz. Und in 94 Prozent der Alten- und Pflegeeinrichtungen habe es ein Angebot für eine Erstimfpung gegeben.

Öffnungsdiskussion: Schule und Kita haben Priorität

In der Debatte um eine mögliche Verlängerung des Lockdowns oder Lockerungen will Holetschek vom bisherigen Vorsatz "Vorsicht und Umsicht" nicht abweichen. Angesichts des Treffens der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin in der kommenden Woche sagte Holetschek: "Wir müssen im Auge behalten: wenn wir öffnen, und da sind Schulen und Kindergarten sicher vorne dabei, muss es nachhaltig sein. Nicht nur für zehn Tage, sondern mit Perspektive." Für Schulen und Kitas werde gerade ein neues Testkonzept erarbeitet, erklärt Holetschek. Details dazu nennt er nicht, dafür sei es zu früh.

Die von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) angestoßene Diskussion um die Öffnung von Friseuren kommentiert Holetschek, dass er hier nichts versprechen könne, er glaube aber, dass die Friseure dabei sein könnten.

Neuer PCR-Test gibt Hinweise auf Virus-Mutanten

Um das Auftreten neuer, ansteckenderer Virus-Mutanten in Bayern nachzuweisen, arbeitet das Gesundheitsministerium daran, die Datenlage zu verbessern. Neben der Kooperation mit Bayerischen Unikliniken, wo bis zu 700 sogenannte "Sequenzierungen" pro Woche durchgeführt werden können, sei außerdem ein neuer PCR-Test im Einsatz, der bereits Hinweise auf mögliche Varianten des Virus gibt. Hinsichtlich der Virus-Mutanten bestehe kein Anlass zur Panik, so der Gesundheitsminister - aber man müsse die Angelegenheit sehr ernst nehmen.

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