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Für vollständig Geimpfte soll es in Bayern bald Erleichterungen geben. Ab Donnerstag müssten sie nach Kontakt mit einem Infizierten nicht mehr in Quarantäne.

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Holetschek: Keine Quarantäne für vollständig Geimpfte

Menschen in Bayern müssen nach Kontakt mit einem Infizierten nicht mehr in Quarantäne, wenn sie komplett gegen Corona geimpft sind. Die Quarantäne nach der Rückkehr aus dem Ausland bleibt laut Gesundheitsminister Holetschek jedoch bestehen.

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Von
  • Antje Dörfner

Für Menschen mit vollständigem Corona-Impfschutz soll es in Bayern bald eine Erleichterung geben. Ab Donnerstag müssten sie nach Kontakt mit einem Infizierten nicht mehr in Quarantäne. Das sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) dem Bayerischen Rundfunk nach einer Sitzung mit den Gesundheitsministern der Länder.

Quarantäne nach Aufenthalt im Risikogebiet bleibt bestehen

Die Regelung gelte für Geimpfte, deren zweite Impfdosis 15 Tage oder länger zurückliege. Die Quarantäne nach der Rückkehr aus dem Ausland bleibt Holetschek zufolge jedoch bestehen. Auch alle weiteren Einschränkungen gelten für Geimpfte wie bisher. Holetschek kündigte an, dass die Gesundheitsminister der Länder sich in der kommenden Woche erneut mit möglichen Erleichterungen für Geimpfte auseinandersetzen wollten.

Biontech oder Moderna nach Astrazeneca-Erstimpfung

In der Frage der Zweitimpfung für Menschen unter 60 Jahren, die bereits einmal das Präparat von Astrazeneca erhalten haben, einigten sich die Gesundheitsminister laut Holetschek darauf, dass eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer oder Moderna erfolgen solle. Die Minister wurden vom Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, beraten.

Die Verschiebung der Markteinführung des Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson hat auch Auswirkungen auf Bayern. Mit 36.000 Dosen hatte Gesundheitsminister Holetschek eigentlich in Kürze gerechnet. Holetschek sagte, er hoffe auf eine schnelle Entscheidung, wie es mit diesem Impfstoff weitergehe. Denn jeder Impfstoff, der aktuell ausfalle, könne nicht kompensiert werden. "Das ist natürlich sehr schade und bedauerlich", so Holetschek.

Astrazeneca wird bei Älteren gut angenommen

Der Impfstoff von Astrazeneca werde von über 60-Jährigen gut angenommen, so Holetschek weiter. Der Minister verwies auf Impf-Sonderaktionen wie in Starnberg. Dort haben ihm zufolge viele Impfwillige das Angebot angenommen.

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