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Eine junge Frau liest Informationsblätter zur Impfung

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    Holetschek fordert zur Impf-Registrierung auf

    Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert alle Bayern ab 18 Jahren auf, sich für eine Corona-Impfung registrieren zu lassen. "Künftig entscheidet der Zeitpunkt der Anmeldung darüber, wie schnell ich einen Termin bekomme", so Holetschek.

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    Von
    • BR24 Redaktion
    • Petr Jerabek

    Der Gesundheitsminister forderte die Bevölkerung dazu auf, dass sich jetzt "auch diejenigen in der Impfplattform BayIMCO registrieren, die bislang darauf verzichtet hatten, weil sie keine Priorisierung haben."

    An diesem Freitag fällt die Priorisierung in den Impfzentren. Dann könne "jeder unabhängig von Vorerkrankungen und je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs auch in den Impfzentren ein Impfangebot bekommen", betonte der Minister.

    Software wird in der Nacht umgestellt

    Eine notwendige Software-Aktualisierung der bayerischen Impfplattform sei für die Nacht von Donnerstag auf Freitag geplant, sagte Holetschek. Ab dieser Systemänderung werde die Reihenfolge zur Termineinladung ausschließlich über das Datum der Registrierung vergeben.

    Holetschek appellierte an diejenigen, die registriert, aber schon anderweitig - beispielsweise beim Haus- oder Betriebsarzt - an Impfungen gekommen sind, ihre Registrierung zu löschen: "Mit dem Löschen tragen Sie dazu bei, dass andere schneller einen Impftermin bekommen."

    85 Prozent der Bayern könnten bis Herbst vollen Impfschutz haben

    Nach Einschätzung von Holetschek können bis zum Beginn der Sommerferien rund 70 Prozent der Menschen in Bayern eine Erstimpfung haben und 50 Prozent eine Zweitimpfung. "Bis zum Herbst können dann 85 Prozent der Erwachsenen den vollen Immunschutz haben. Dieses Ziel können wir aber nur erreichen, wenn alle mitziehen."

    Daher gelte es nun, darauf hinzuweisen, dass die Corona-Impfung "nicht nur einen selber schützt, sondern auch als ein Akt der Solidarität die anderen schützt", sagte der Minister. Das Gesundheitsministerium habe bereits die große Kampagne "Ich tu's für..." gestartet, in vielen Landkreisen gebe es eigene Aktionen. "Da müssen wir einfach jetzt noch mal richtig anschieben", forderte Holetschek.

    Holetschek wünscht sich Vorbilder

    Die Entscheidung von Vize-Ministerpräident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), sich vorerst nicht gegen Corona impfen zu lassen, kommentierte Holetschek zurückhaltend: "Wir haben keine Impfpflicht. Das muss jeder für sich selber entscheiden."

    Der Gesundheitsminister fügte aber hinzu: "Ich begrüße es natürlich ausdrücklich, wenn wir Vorbilder haben, die zum Impfen stehen und die auch den Menschen klarmachen, wie wichtig das Thema Impfen ist." Er freue sich über jeden, der das Impfen als Teil der Lösung und Akt der Solidarität ansehe. "Wir brauchen Vorbilder."

    Aiwanger: Corona-Impfung ist eine persönliche Entscheidung

    Aiwanger ist der einzige im bayerischen Kabinett, der bei der Corona-Impfung lieber abwartet. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte das ganze Kabinett zur Impfung aufgerufen und seinen Vize am Dienstag öffentlich aufgefordert, sich zu seiner Zurückhaltung zu äußern. Schließlich sei das Impfen die "einzige echte Antwort auf Corona".

    Der Wirtschaftsminister betonte daraufhin: "Die Entscheidung, ob sich jemand impfen lässt oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Die nehme ich auch für mich in Anspruch." Das bedeute nicht, "dass ich mich generell niemals impfen lassen werde", erläuterte Aiwanger. "Ich schaue mir einfach die Entwicklung jetzt in den nächsten Wochen und Monaten an." Zugleich mahnte er, es dürfe kein öffentlicher Druck aufgebaut werden auf Menschen, die vom Impfen noch nicht überzeugt seinen.

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