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Hohe Zustimmung für Lärmschutzdeckel über Frankenschnellweg | BR24

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Geplant ist, die A73 im Bereich des Stadtteils Bruck auf einer Länge von 1,1 Kilometern unter die Erde zu verlegen. Bayerns Innenminister Herrmann (CSU) und Erlangens OB Janik (SPD) kämpfen dafür, dass der Bund das Projekt finanziert.

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Hohe Zustimmung für Lärmschutzdeckel über Frankenschnellweg

Bei einer Infoveranstaltung haben sich die Bürger im Erlanger Stadtteil Bruck für den Bau eines sogenannten Lärmschutzdeckels über den Frankenschnellweg ausgesprochen. Der Deckel soll für Ruhe entlang der A73 sorgen.

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Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sowie der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) hatten die Bürger in Erlangen Bruck über das Projekt informiert. Der Frankenschnellweg in Erlangen soll einen Deckel für mehr Lärmschutz bekommen. Geplant ist, die A73 im Bereich Bruck auf einer Länge von 1,1 Kilometern unter die Erde zu verlegen.

Immer mehr Fahrzeuge auf A73

Grund dafür sind aktuelle Verkehrsprognosen. Diese gehen davon aus, dass bis 2035 rund 110.000 Fahrzeuge pro Tag in diesem Bereich unterwegs sein werden. Derzeit sind es rund 80.000. Aufgrund dieser Prognosen soll die Autobahn auf sechs Fahrstreifen erweitert werden.

Park auf dem Deckel

Der Autobahndeckel bringe jedoch nicht nur Lärmschutz, sagte Janik. Er sorge auch dafür, dass der Stadtteil Bruck, der durch die Autobahn regelrecht zerschnitten ist, wieder zusammenwachsen könne. Auf dem Deckel könne ein Park entstehen.

Baubeginn nicht vor 2030

Innenminister Herrmann betonte, dass nun die Möglichkeit bestehe, das schon lange diskutierte Projekt im Bundesverkehrswegeplan unterzubringen. Nur wenn es dort aufgenommen werde, bestünde die Möglichkeit, den Lärmschutzdeckel zu realisieren. Die Autobahndirektion schätzt die Kosten auf mindestens 300 Millionen Euro. Ein Baubeginn wäre kaum vor dem Jahr 2030 realistisch.

Die Bürger regten in der Diskussion an, den Deckel länger zu bauen und somit noch weitere Bereiche vor dem Autolärm zu schützen. Das würde laut Herrmann jedoch die Realisierungschancen mindern. "Wir müssen das Schritt für Schritt angehen", sagte Herrmann.

© prosa Architektur + Stadtplanung

So könnte der Autobahntunnel aussehen, unter dem künftig im Erlanger Stadtteil Bruck die Autobahn A 73 verschwindet.

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Regionalnachrichten Franken

Von
  • Michael Reiner
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