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Hohe Waldbrandgefahr: Luftbeobachter entdecken Waldbrand | BR24

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Den Luftbeobachtern ist es zu verdanken: Sie entdeckten in einem Waldstück bei Wendelstein in Mittelfranken eine Rauchsäule: Die Feuerwehr rückte an, löschte und fand mögliche Spuren für eine Brandstiftung.

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Hohe Waldbrandgefahr: Luftbeobachter entdecken Waldbrand

Ein Brand in einem Waldstück bei Wendelstein im Landkreis Roth wurde per Flugzeug entdeckt und rechtzeitig gelöscht. Unbekannte haben bei Bechhofen im Landkreis Ansbach offenbar absichtlich einen Baumstumpf in Brand gesetzt.

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Brand per Flugzeug entdeckt

Einen Waldbrand bei Wendelstein entdeckten die Luftbeobachter am frühen Donnerstagabend. Vor Ort setzten die Einsatzkräfte nur 15 Minuten später eine Nachalarmierung ab, da sich die Brandfläche bereits deutlich vergrößert hatte. Rund 1000 Quadratmeter trockene Waldboden standen in Flammen. Rund 100 Einsatzkräfte aus umliegenden Feuerwehren und sogar aus der Oberpfalz waren im Wald bei Wendelstein im Einsatz. Nach circa drei Stunden konnte der Brand gelöscht und Glutnester beseitigt werden. Die Brandursache ist momentan noch unklar.

Zeuge bemerkt Brandgeruch im Wald bei Bechhofen

Ein Zeuge hatte am Donnerstagnachmittag Brandgeruch im Waldgebiet Galgenbuck bei Bechhofen bemerkt und die Einsatzkräfte alarmiert. Vor Ort fanden die Feuerwehrleute einen glimmenden Baumstumpf. Das Feuer hatte bereits einen benachbarten Baum angegriffen und beschädigt, so die Polizei. Die Feuerwehren aus Bechhofen und Waizendorf löschten die Fläche ab und verhinderten dadurch ein erneutes Aufflammen des Feuers. Aufgrund der Spuren vor Ort geht die Polizei derzeit davon aus, dass der Baumstumpf absichtlich in Brand gesteckt wurde: Offenbar wurde dort Papier verbrannt. Die Polizei ermittelt und weist auf die erhöhte Brandgefahr in den Wäldern hin.

Beobachtungsflüge am Wochenende

Die Regierung von Mittelfranken hat vorbeugende Luftbeobachtungen wegen der hohen Waldbrandgefahr angeordnet. Die Flüge finden bis einschließlich Sonntag jeweils am Nachmittag statt, wenn die Waldbrandgefahr am größten sei, teilte die Regierung von Mittelfranken mit.

Hohe Waldbrandgefahr

Die Waldbrandgefahr in Mittelfranken ist aktuell durchwegs hoch bis sehr hoch – und auch der Grasland-Feuerindex hat in Mittelfranken nahezu durchgehend die zweithöchste Warnstufe vier erreicht. Das geht aus den Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Der Graslandfeuerindex zeigt an, wie feuergefährdet offenes Gelände ist.

Stark besuchte Wälder besonders gefährdet

Abgeflogen werden besonders brandgefährdete Waldgebiete wie der Sebalder und der Lorenzer Reichswald bei Nürnberg und das westliche Mittelfranken. Vor allem lichte Kiefernbestände und stark besuchte Wälder in Ballungsgebieten gelten als gefährdet. Die Einsätze übernehmen demnach die Luftrettungsstaffeln aus Ansbach, Gunzenhausen und Schwabach.

Festgelegte Flugroute

Beflogen wird dabei laut Bezirksregierung eine festgelegte Route, die von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld führt. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen.