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Die Erdgasvorräte in Deutschland sind deutlich unter dem normalen Niveau, und das vor dem Winter. Russland liefert gerade weniger Gas als üblich, gleichzeitig steigt der Preis stark an. Geht uns in Bayern bald das Gas aus? Versorger beschwichtigen.

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Hohe Preise, Lieferengpässe: Geht uns im Winter das Gas aus?

Die Erdgasvorräte in Deutschland sind deutlich unter dem normalen Niveau, und das vor dem Winter. Russland liefert gerade weniger Gas als üblich, gleichzeitig steigt der Preis stark an. Geht uns in Bayern bald das Gas aus? Versorger beschwichtigen.

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Nico AngerstorferNico AngerstorferBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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"Es braucht sich keiner Sorgen zu machen, dass im Winter kein Gas mehr kommt", versichert Martin Gottschalk, der Sprecher der REWAG, dem Erdgasversorger in Regensburg. Auch in Straubing haben die Stadtwerke die Versorgung sichergestellt, weil schon weit im Voraus die benötigten Mengen Gas eingekauft werden, und das sollte für den ganzen Winter reichen, erklärt Georg Hien von den Stadtwerken Straubing.

So kommt das Erdgas nach Bayern

Doch auch wenn das Erdgas bestellt und eingekauft ist, gelagert wird es vor Ort nicht. Es kommt über ein deutschlandweites Gasleitungsnetz mit vielen Knotenpunkten nach Bayern. Eingespeist wird zum Beispiel im Norden Deutschlands über die Pipeline Nord Stream I. Weiteres Gas kommt unter anderem aus Norwegen und den Niederlanden. Vor Ort bei den Stadtwerken gibt es in der Regel keine größeren Tanks, lediglich kleinere Pufferspeicher. Diese können den Bedarf maximal für ein paar Stunden decken, sollte es am Gasleitungsnetz einen kurzfristigen Ausfall geben.

Gas wird zwei Jahre im Voraus vom Versorger eingekauft

Gas ist aktuell sehr teuer, jedoch gibt es einen Unterschied zwischen dem Marktpreis, also dem Börsenpreis, und dem tatsächlichen Preis, den Privatleute zahlen müssen. Der Grund dafür ist, dass das Erdgas im Schnitt zwei Jahre vor der Verwendung vom zuständigen Versorger eingekauft wird. Danach orientiert sich bei der Abrechnung auch der Preis.

Versorger erwarten "erträgliche" Preiserhöhung

Die meisten Versorger bei uns in der Region rechnen mit einer - so wörtlich - "erträglichen" Preiserhöhung. Georg Hien geht davon aus, dass "der Wahnsinn an der Gasbörse ein Ende hat". Doch auch wenn sich die Gasbörse beruhigen sollte, werden die Netz-Entgelte leicht steigen, genauso wie der Preis für die CO2-Zertifikate, mit denen Energieversorger ihre Emissionen ausgleichen müssen.

💡 So setzt sich der Gaspreis zusammen

Der Gesamtpreis, den die Kunden am Ende für ihr Gas zahlen, setzt sich im Wesentlich aus vier Preisen zusammen. Wichtigster Punkt ist der Einkaufspreis an der Börse. Dazu kommen die sogenannten Netz-Entgelte. Das sind Gebühren für die Benutzung des deutschlandweiten Gasleitungsnetzes. Als drittes kommen Umlagen und viertens Steuern mit dazu: zum einen die Erdgas-Steuer und zum anderen die Kosten für CO2-Zertifikate.

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