Leitungswasser läuft in ein Glas
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Die Untersuchung von Brunnenwasser in Neustadt an der Aisch hat hohe Nitratbelastungen ergeben.

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Hohe Nitratwerte im Brunnenwasser im Raum Neustadt/Aisch

Messungen des Brunnenwassers im Raum Neustadt/Aisch haben ergeben, dass das Wasser in bestimmten privat genutzten Brunnen zu hohe Nitratwerte aufweist. Als Nitratquelle vermutet ein Umweltschutzverein die Landwirtschaft im Landkreis .

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Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten Franken am .

Die Untersuchung von Brunnenwasser in Neustadt an der Aisch hat hohe Nitratbelastungen ergeben. Wie die gemeinnützige Umweltschutzorganisation VSR Gewässerschutz mitteilt, lagen die Messwerte bei 32 privat genutzten Brunnen höher als von der Trinkwasserverordnung erlaubt.

Nitrathaltiges Wasser nicht zum Gießen nutzen

Das Hauptproblem sei demnach, dass die Nitratbelastung nicht in höheren Wasserschichten bleibe, sondern über die Zeit in die tieferen Schichten des Grundwassers durchdringe. Im Mai hatten 91 Gartenbesitzer ihr Gießwasser untersuchen lassen. Rund ein Drittel sollte laut Analyse das Brunnenwasser wegen hoher Nitratwerte nicht zum Gießen oder zum Befüllen des Gartenteichs verwenden, so der Verein. Nitrat könnte sich demnach im Gemüse anlagern und im Teich zu vermehrtem Algenwachstum führen, was die Artenvielfalt beeinträchtige.

Verein fordert mehr Anbau von Zwischenfrüchten im Landkreis

Den Hauptgrund für die hohe Nitratbelastung sieht der Verein im Dünger der intensiven Landwirtschaft. Im Kreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim würde auf etwa 57 Prozent der Kreisfläche Landwirtschaft betrieben.

Der VSR-Gewässerschutz fordert deshalb, dass mehr Zwischenfrüchte angebaut werden, die unliebsame Nährstoffe aus dem Boden nehmen, wie Senf, Ackerbohnen, Futtererbsen oder Lupinen. Die schnell wachsenden Pflanzen könnten verfüttert oder in den Boden als sogenannte Gründüngung eingearbeitet werden, heißt es.

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