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Hohe Nitratbelastung privater Brunnen am Untermain festgestellt | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2019

Leitungswasser läuft in ein Glas

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    Hohe Nitratbelastung privater Brunnen am Untermain festgestellt

    Nach Nitratfunden oberhalb des Grenzwertes in privaten Brunnen im Raum Obernburg-Elsenfeld-Großheubach (Lkr. Miltenberg), ruft der private Verein Gewässerschutz die Konsumenten auf, bewusster einzukaufen. 28 Proben wurden am Montag analysiert.

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    Der private Gewässerschutzverein ruft nach Nitratfunden am Untermain zu bewusstem Fleischkonsum auf. Bei jedem dritten Brunnenbesitzer, der am 11.09.19 zu einem Infostand der Initiative kam, habe man Nitratbelastungen über dem vorgegebenen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter nachgewiesen. Grund für die Nitratbelastung ist nach Meinung des Vereins die übermäßige Düngung vieler Äcker. Die Gewässerschutzorganisation rät Bürgern deshalb bei ihrem Einkauf, bewusst darauf zu achten, Produkte zu kaufen, die von Landwirten stammen, die die Nitratbelastung und die Sorgen der Menschen ernst nähmen und sich gegen Massentierhaltung aussprächen.

    28 Proben aus privat genutzten Brunnen

    Insgesamt wurde 28 Proben analysiert. Die höchste Belastung wurde bei einer Probe aus Elsenfeld festgestellt und enthielt 99 Milligramm Nitrat pro Liter. Weitere mit Nitrat verschmutzte Brunnen stellten die Umweltschützer etwa in Niedernberg (77 mg/l), Großheubach (ebenfalls 77 mg/l) und Hausen (52 mg/l) fest.

    Algenvermehrung in Gartenteichen

    Für die privaten Brunnennutzer sei es außerdem ärgerlich, dass ihr Wasser nicht zum Befüllen von Gartenteichen geeignet ist. Denn es besteht die Gefahr, dass Algen sich sonst massenhaft vermehren.