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Hohe Corona-Zahlen: Schulleiter verteidigt Präsenzunterricht | BR24

© pa/dpa/Eibner-Pressefoto

Maske hängt an einem Haken eines Schultisches im Klassenzimmer. (Symbolbild)

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    Hohe Corona-Zahlen: Schulleiter verteidigt Präsenzunterricht

    "Auf Teufel komm raus" würden Schulen offen gehalten, ärgerte sich Lehrerverbandspräsident Meidinger mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen - so etwa auch die Realschule in Arnstorf im Landkreis Rottal-Inn. Jetzt kontert der Schulleiter.

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    In der Rhein-Neckar-Zeitung kritisiert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, den Regelbetrieb von Schulen in Regionen, die den Corona-Grenzwert von 50 überschritten haben. Stattdessen fordert er die Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen. Dem widerspricht nun im BR-Interview, ein Schulleiter aus dem Landkreis Rottal-Inn, dem am zweitstärksten von Corona betroffenen Landkreis in Bayern.

    Präsenzunterricht soll weiterhin stattfinden

    Der Schulleiter der Realschule Arnstorf im Landkreis Rottal-Inn, Andreas Scheungrab, sagte, dass die Realschule nach den Anweisungen des lokalen Gesundheitsamtes handle. "Es wird regional entschieden. Aktuell werden wir wohl laut Gesundheitsamt nicht in den Distanzunterricht schalten müssen - die Kinder danken es uns", so Scheungrab.

    Demnach finde weiterhin Präsenzunterricht statt - mit Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände für Lehrer und Schüler. Laut Scheungrab laufe es den Umständen entsprechend gut, die Pausen werden beispielsweise gestaffelt durchgeführt.

    Scheungrab: Glücklich über Präsenzunterricht

    "Ich bin froh, dass bei uns Präsenzunterricht stattfindet", so der Schulleiter. "Es wäre schade, wenn die Kinder von Zuhause aus unterrichtet werden müssten. Solange man es im Präsenzunterricht machen kann, ist es ideal. Wir wären zwar auf den Distanzunterricht mit geteilten Klassen vorbereitet, aber jeder ist glücklich, wenn man unterrichten kann, auch wenn der Landkreis 'rot' ist", sagte er.

    BLLV-Präsidentin gegen Schuldzuweisungen

    Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann, äußerte sich ebenfalls zu den Äußerungen Meidingers im BR-Interview: "Wir müssen aufpassen - je schärfer die Krise wird, desto weniger dürfen wir Schuldzuweisungen machen."

    Gesundheitsämter vor Ort gefragt

    Es gebe in Bayern einen Drei-Stufen-Plan und "die klare Ansage, dass die Gesundheitsämter vor Ort lokal entscheiden", so Fleischmann. "Das finde ich, das findet der BLLV, gut." Der Gesundheitsschutz müsse laut ihren Worten Top-Thema sein, das könne ihrer Meinung nach nur das Gesundheitsamt vor Ort beurteilen.

    Der Landkreis Rottal-Inn hat aktuell nach Berchtesgaden mit 134,2 den zweithöchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Bayern, gegen die Maskenpflicht an Schulen wurde trotzdem demonstriert.

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