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Hofer Filmtage: Nachwuchs- und Goldpreis vergeben | BR24

© picture alliance/Nicolas Armer/dpa

Die Regisseurin Sevgi Hirschhäuser und ihr Ehemann und Kameramann Chris Hirschhäuser halten einen Goldbarren und den Goldpreis in den Händen.

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    Hofer Filmtage: Nachwuchs- und Goldpreis vergeben

    Bei den Hofer Filmtagen ist die Nachwuchsproduzentin Lena Vurma für ihre Verfilmung des Lebens eines jüdisch-polnischen Mathematikers ausgezeichnet worden. Bereits zuvor hatte ein Ehepaar für seinen Debütfilm den Goldpreis gewonnen.

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    "Eine erstaunliche Produzentenleistung, die erahnen lässt, dass Lena Vurma ihr Vorhaben in die Tat umsetzen wird: eine europäische Produzentin zu werden": Mit dieser Begründung der Jury wurde Vurma bei den diesjährigen Hofer Filmtagen – die am Sonntag zu Ende gehen – mit dem Nachwuchsproduzentenpreis ausgezeichnet. Mit dem 60.000 Euro hohen dotierten Preis wird ihr Film "Adventures of a Mathematician" gewürdigt.

    Film über jüdisch-polnischen Mathematiker wird ausgezeichnet

    Der Spielfilm, der im nächsten Jahr auch in Deutschland ins Kino kommen soll, basiert auf einer Autobiographie und erzählt die Geschichte von Stan Ulam. Der jüdisch-polnische Mathematiker, der in den 1930er Jahren in die USA geflohen ist, nimmt in den Vereinigten Staaten eine Stelle an und spielt eine entscheidende Rolle beim Bau der ersten Atombomben – um damit seine Familie in Europa zu retten.

    Ehepaar Hirschhäuser erhält Goldpreis bei Hofer Filmtagen

    Bereits gestern wurde der Hofer Goldpreis verliehen. Er geht dieses Jahr an die in München lebende Regisseurin Sevgi Hirschhäuser und ihren Kameramann Chris Hirschhäuser. Ihr Debütfilm "Toprak" sei "eine einmalige und in ihren Bildern absolut unverwechselbare Erzählung", teilten die Hofer Filmtage mit. Das Ehepaar erhalte nun einen Goldbarren im Wert von rund 35.000 Euro und künstlerische Beratung bei der Entwicklung seines nächsten Films.

    Regisseure und Autoren würdigen "Glaubwürdigkeit"

    "Toprak" spielt in dem Heimatdorf von Sevgis Mutter in der Türkei: Ein Junge wächst dort als Waisenkind bei seiner Großmutter und seinem Onkel auf. Doch als er älter wird, muss er sich entscheiden: Führt er das traditionelle Landleben seines Onkels fort? Oder sucht er sein Glück mit einem Studium in der Stadt?

    Die spürbare Anteilnahme der beiden Filmemacher an der Geschichte des Jungen habe eine "innere Glaubwürdigkeit, wie sie im Kino eine seltene Ausnahme geworden ist", betonten die Regisseure und Autoren Edgar Reitz und Bernhard Sinkel, die im Auftrag der Bayerischen Akademie der Schönen Künste die Preisträger auswählten.

    Hofer Goldpreis geht auf Gründer Badewitz zurück

    Den Hofer Goldpreis vergibt die Friedrich-Baur-Stiftung in Erinnerung an den 2016 verstorbenen Gründer der Hofer Filmtage, Heinz Badewitz. Im Wettbewerb sind alle Regisseure, die mit ihrem ersten Langspielfilm deutscher Produktion auf dem Filmfestival Premiere feiern. In diesem Jahr waren 14 Filme nominiert.

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