BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR

Regisseur, Autor und Schauspieler Axel Ranisch ist mit dem Filmpreis der Stadt Hof ausgezeichnet worden. Die Stadt würdigt damit einen wandelbaren Künstler, der sowohl vor als auch hinter der Kamera glänze.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Hofer Filmpreis für Axel Ranisch

Regisseur Axel Ranisch ist mit dem Filmpreis der Stadt Hof ausgezeichnet worden. Den Preis erhielten zuvor bereits Filmemacher wie Doris Dörrie, Wim Wenders, Tom Tykwer und Caroline Link. Er gilt als einer der wichtigsten Auszeichnungen der Branche.

Per Mail sharen
Von
  • BR24 Redaktion

Regisseur Axel Ranisch ist mit dem Filmpreis der Stadt Hof ausgezeichnet worden. "Seine schauspielerischen Darbietungen zeigen Vielseitigkeit, stecken voller Überraschungen und seine Regiearbeiten jonglieren mit Realität und Wirklichkeitsverlust", heißt es in einer Erklärung der Filmtage.

Sechster Ranisch-Film bei den Hofer Filmtagen

Mit dem Preis würdigt die Stadt seit 1986 einen Impulsgeber des deutschen Films, der eng mit dem Festival verbunden ist. Ranisch präsentierte dort schon sechs Filme. Seinen ersten großen Erfolg hatte der 37-Jährige mit dem Film "Dicke Mädchen", der 2011 seine Premiere bei den Hofer Filmtagen feierte.

Axel Ranisch: Darsteller, Autor, Komponist

Der vielfach ausgezeichnete Axel Ranisch wurde 1983 in Berlin geboren. Bereits 2002, ein Jahr vor seinem Abitur, hatte er seinen ersten Kurzfilm produziert. In den darauffolgenden Jahren entstanden rund 80 Kurzfilme in Eigenregie. Ranisch ist seitdem Darsteller, Autor, Filmkomponist oder Filmeditor. Seine Ausbildung in Medien- und Theaterpädagogik schloss er im Frühjahr 2004 an der brandenburgischen DGB-Jugendbildungsstätte in Flecken Zechlin ab und leitete seitdem viele Projekte als Medienpädagoge. Von 2004 bis 2011 folgte das Studium der Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf". Viele seiner Filmwerke wurden auf mehr als hundert Filmfestivals gezeigt. Ranisch verfasst Libretti, inszeniert Opernabende und Theaterstücke und ist Romanautor.

In einer Reihe mit Doris Dörrie und Wim Wenders

Der nicht dotierte Filmpreis der Stadt Hof wurde zum ersten Mal im Jahr 1986 vergeben, Doris Dörrie war die erste Preisträgerin. Unter ihren Nachfolgern befinden sich weitere renommierte Namen: Wim Wenders, Werner Herzog, Detlef Buck, Sönke Wortmann, Tom Tykwer, Dominik Graf oder Oscar-Preisträgerin Caroline Link.

Die bisherigen Preisträger des Filmpreises der Stadt Hof

Die bisherigen Preisträger waren:

  • 1986 Doris Dörrie,
  • 1987 Hans Noever,
  • 1988 Laurens Straub,
  • 1989 Josef Rödl,
  • 1990 Herbert Achternbusch,
  • 1991 Uwe Brandner,
  • 1992 Wim Wenders,
  • 1993 Werner Herzog,
  • 1994 Christian Rischert,
  • 1995 Detlev Buck,
  • 1996 Werner Schroeter,
  • 1997 Sönke Wortmann,
  • 1998 Tom Tykwer,
  • 1999 Andreas Kleinert,
  • 2000 Joachim Król,
  • 2001 Hans-Christian Schmid,
  • 2002 Redaktion „kino kino“, BR,
  • 2003 Dominik Graf,
  • 2004 Laura Tonke,
  • 2005 Christoph Schlingensief,
  • 2006 Alexander Kluge,
  • 2007 Peter Lohmeyer,
  • 2008 Rosa von Praunheim,
  • 2009 Christian Petzold,
  • 2010 Caroline Link,
  • 2011 Peter Kern,
  • 2012 Jessica Schwarz,
  • 2013 Barbara Albert,
  • 2014 Chris Kraus,
  • 2015 Katharina Marie Schubert,
  • 2016 Aylin Tezel,
  • 2017 Wolfgang Ettlich,
  • 2018 Alfred Holighaus,
  • 2019 Max Riemelt.

Förderpreis für Regisseur Marcus Lenz

Der Förderpreis Neues Deutsches Kino für den besten Film geht dieses Jahr an Regisseur Marcus Lenz. In seinem Film "Rivale" reist eine Neunjährige aus der Ukraine ihrer Mutter nach, die als illegale Pflegekraft in Deutschland arbeitet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der DZ-Bank, der Bavaria Film und dem Bayerischen Rundfunk gestiftet.

Hofer Goldpreis wird verliehen

In Erinnerung an den verstorbenen Gründer der Hofer Filmtage, Heinz Badewitz, wird am Freitag außerdem der Hofer Goldpreis verliehen. Die Friedrich-Baur-Stiftung zeichnet damit die beste Regieleistung bei einem ersten Langspielfilm aus. Der Preisträger erhält einen Goldbarren im Wert von rund 35.000 Euro und künstlerische Beratung bei der Entwicklung eines neuen Films. Im Wettbewerb sind alle Regisseure, die mit ihrem ersten Langspielfilm deutscher Produktion auf den Hofer Filmtagen Premiere feiern. Vergangenes Jahr wurde Regisseur Lothar Herzog für seinen Film "1986" ausgezeichnet.

Wegen Corona: Filme werden online gezeigt

Alle Preisverleihungen und Filme werden wegen der Corona-Krise auch online gezeigt. Die Filmtage zählen zu den wichtigen Filmfestivals im deutschsprachigen Raum und enden am Sonntag.

© Stadt Hof
Bildrechte: Stadt Hof

Axel Ranisch, Gewinner des Filmpreises der Stadt Hof 2020

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!