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Corona und Schule

Hofer Automobilzulieferer DGH ist insolvent | BR24

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Das Druckguss-Unternehmen DGH mit 300 Mitarbeitern in Hof ist insolvent. Es ist der größte Autozulieferer in dem Gewerbegebiet, das 2003 mit Staatshilfe eingerichtet wurde.

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Hofer Automobilzulieferer DGH ist insolvent

Der Automobilzulieferer DGH mit 300 Mitarbeitern in Hof ist insolvent. Betroffen von der Insolvenz ist auch der Mutterstandort der DGH-Gruppe im sächsischen Dohna mit 350 Mitarbeitern.

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Der Hofer Automobilzulieferer DGH hat Insolvenz angemeldet. Wie ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters, Franz-Ludwig Danko aus Dresden, dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, habe auch die Krise im Zuge der Corona-Pandemie an dem Unternehmen genagt.

Betrieb in Hof läuft vorerst weiter

Der Betrieb im Hofer Automobilzuliefererpark läuft vorerst weiter, ein Teil der Mitarbeiter ist allerdings ohnehin bereits seit März in Kurzarbeit. Die Auftragslage habe sich zuletzt etwas stabilisiert, so der Insolvenzverwalter.

Corona-Krise ein Grund des Insolvenzantrags

DGH stellt Druckgussteile für Motoren her, etwa Ölwannen, Motorabdeckungen und Zylinderkopfhauben. Zu den Kunden gehören unter anderem VW, Audi, BMW und Ford. Damit ist das Unternehmen ohnehin stark von der Krise der Verbrennungsmotoren betroffen. Dazu kam laut Insolvenzverwalter zuletzt auch noch der Effekt der Corona-Krise, sodass der Geschäftsführung nur noch der Insolvenzantrag blieb.

Ziel: Möglichst viele Arbeitsplätze erhalten

Insolvenzverwalter Danko analysiert derzeit die Lage des Unternehmens und prüft Sanierungsoptionen. Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Als einer der führenden Anbieter von Aluminium- und Magnesium-Druckgussteilen sei die DGH Gruppe technologisch gut aufgestellt und ein wichtiger und langjähriger Partner für ihre Kunden, so der vorläufige Insolvenzverwalter: "Das sind wichtige Grundvoraussetzungen für eine Sanierung."

DGH hatte schon einmal Insolvenz angemeldet

Im Jahr 2012 hatte die Unternehmensgruppe schon einmal Insolvenz anmelden müssen, auch damals hatte das Gericht Danko als Insolvenzverwalter eingesetzt. Damals stieg die US-Beteiligunsfirma "Oak Hill Advisors" als Investor ein, die auch heute noch beteiligt ist. Ein Großteil der Arbeitsplätze konnte seinerzeit erhalten werden.

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