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Hof, Kronach und Rehau testen autonom fahrende Linienbusse | BR24

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In Hof ist ein Bürgerbüro für autonomes Fahren eröffnet werden. Die Bundesregierung investiert 12 Millionen Euro in Oberfranken in selbstfahrende Shuttle-Busse. In Kronach, Rehau und Hof sollen sechs solche Fahrzeuge fahren.

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Hof, Kronach und Rehau testen autonom fahrende Linienbusse

Die deutschlandweit ersten autonom fahrenden Linienbusse werden in Hochfranken getestet. Die Busse sind in Hof, Kronach und Rehau unterwegs. Um den Fahrgästen die Angst zu nehmen, wurde das Projektbüro "Shuttle-Modellregion Oberfranken" eröffnet.

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Von
  • Annerose Zuber

Hof, Kronach und Rehau sind deutschlandweit Vorreiter in Sachen autonomer Linien-Busbetrieb. In den drei oberfränkischen Städten wird der komplexe Betrieb von Linienbusse getestet, die autonom fahrend über längere Fahrstrecken im fließenden Verkehr unterwegs sind. Dies betonten Vertreter der oberfränkischen Städte, Landkreise und Forschungsunternehmen in Hof bei der Eröffnung des Projektbüros "Shuttle-Modellregion Oberfranken".

Autonom fahrende Busse wichtig in ländlichen Regionen

Mit dieser Anlaufstelle in der Hofer Innenstadt sollen auch mögliche Ängste der Menschen vor dem fahrerlosen Busbetrieb genommen werden, erklärte Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD):

"Wir laden die Bürgerinnen und Bürger ein, sich im Büro persönlich zu informieren, wie das autonome Fahren funktioniert und wie die Sicherheit gewährleistet wird." Eva Döhla, Oberbürgermeisterin von Hof

Und Landrat Oliver Bär betonte: "Wir sind überzeugt, dass durch autonomes Fahren der ÖPNV vielfach erschwinglicher wird und wir ländliche Räume damit besser bedienen können als es heute noch der Fall ist." Ab Herbst sollen in einer Testphase in Hof, Kronach und Rehau jeweils zwei fahrerlose Busse unterwegs sein. Ab Anfang 2021 können dann jeweils bis zu zehn Passagiere mitfahren. Die Fahrten sind kostenlos, erklärte Projektleiter Ralf Borowsky bei der Eröffnung des Projektbüros.

Während der Testfahrten ist immer ein Stewart dabei

In der Projektphase sind die Busse aus rechtlichen Gründen nur teilautonom. Das heißt, es gibt zwar keinen Fahrer, aber einen sogenannten Stewart oder Operater, der bei technischen Störungen eingreifen kann. In Hof ist eine Strecke zwischen Hauptbahnhof und Altstadt angedacht. In Kronach sind touristische Stadtrundfahrten mit den fahrerlosen Bussen vorgesehen. In Rehau sollen unter anderem Standorte von Firmen mit der Innenstadt verbunden werden.

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Die deutschlandweit ersten autonom fahrenden Linienbusse werden in Hochfranken getestet. Die Busse sind in Hof, Kronach und Rehau unterwegs. In Hof wurde das Projektbüro "Shuttle-Modellregion Oberfranken" eröffnet.

Geplante Teststrecken werden festgelegt

Das Bundesverkehrsministerium zahlt mit zwölf Millionen Euro den Löwenanteil der Gesamtkosten von 15,3 Millionen Euro für die Entwicklung und praxisorientierte Erprobung der autonom fahrenden Shuttlebusse. Aktuell werden die geplanten Strecken entwickelt. Ausnahmegenehmigungen für den fahrerlosen Betrieb im fließenden Verkehr müssen beantragt werden.

Häuser werden für digitale Strecken fotografiert

Für den Betrieb sind sogenannte digitale Schienen nötig, dafür werden die Gebäude entlang der Strecke fotografiert und in die Software eingespeist. Einer der Projektpartner der "Shuttle-Modell-Region Oberfranken" ist der Kronacher Automobilzuliefer Valeo, der die Busse eines französischen Herstellers momentan technisch für die Strecken in den drei oberfränkischen Städten umrüstet.