BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR
Bildrechte: BR/Christoph Röder

Ein Busfahrer wurde im oberfränkischen Hof tödlich verletzt. Als ein 43-Jähriger einen Fahrgast aus einer Reisegruppe leicht verletzt, wollte der Mann dazwischen gehen. Dabei soll der Verdächtige dem Busfahrer mit einem Messer tödlich verletzt haben.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Haftbefehl nach tödlicher Messerattacke auf Busfahrer

Im Fall des in Hof getöteten Busfahrers sitzt ein 43 Jahre alter Verdächtiger nun in Untersuchungshaft. Den Ermittlern zufolge zeigt der Mann psychische Auffälligkeiten. In der oberfränkischen Stadt ist das Entsetzen über die brutale Tat groß.

Per Mail sharen
Von
  • Annerose Zuber
  • BR24 Redaktion

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen polnischen Busfahrer in Hof sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Hof hat Haftbefehl erlassen. Das teilten Staatsanwaltschaft Hof und Polizeipräsidium Oberfranken mit.

Tatverdächtiger psychisch auffällig

Angaben der Behörden zufolge zeigt der 43-Jährige psychische Auffälligkeiten. Bei seiner Vernehmung habe er eingeräumt, dass er den Busfahrer auf dem Bahnhofsvorplatz von Hof vergangene Nacht mit einem Messer angegriffen habe. Er bestreite allerdings eine Tötungsabsicht. Wegen der psychischen Auffälligkeiten wird ein Sachverständige den Mann begutachten.

"Nach derzeitigem Stand hat die Tat keinerlei fremdenfeindlichen oder politisch motivierten Hintergrund", heißt es in der Presseerklärung zu dem Fall. Der 43-Jährige stammt aus dem sächsischen Vogtlandkreis.

Oberbürgermeisterin von Hof "fassungslos"

Unterdessen zeigte sich Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) erschüttert über die brutale Tat: "Dass Gäste in unserer Stadt, die auf der Durchreise waren, angegriffen und ein Mensch getötet wurde, macht uns fassungslos." Sie sei erleichtert, dass der mutmaßliche Täter schnell festgenommen werden konnte. Am Tatort vor dem Bahnhofsplatz haben Passanten im Lauf des Tags Kerzen abgestellt.

Die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Hof zu den Hintergründen der Tat würden währenddessen unter Hochdruck weiterlaufen. Aktuell gehen die Ermittler davon aus, dass der 43-jährige Verdächtige zunächst unvermittelt einen 52-jährigen wartenden Fahrgast von zwei polnischen Bussen, die in Hof eine Umsteigepause eingelegt hatten, mit der Faust attackiert habe. Dabei sei der Fahrgast zunächst gestürzt.

Busfahrer geht dazwischen und wird tödlich verletzt

Als der 63-jährige Busfahrer dazwischen gehen wollte, habe ihn der 43-Jährige mit einem klappbaren Taschenmesser so schwer am Oberkörper verletzt, dass der Busfahrer noch am Tatort verstarb. Das Messer mit einer etwa acht Zentimeter langen Klinge wurde von der Polizei sichergestellt. Der Mann ließ sich nach kurzer Flucht in der Nähe des Tatorts widerstandslos festnehmen.

Die Lebensgefährtin des getöteten Busfahrers war nach Angaben der Ermittler am Tatort anwesend gewesen. Sie wurde noch in der Nacht von einem Kriseninterventionsteam betreut. Im Lauf des Tages wurde die Frau zusammen mit Zeugen aus den Reihen der Fahrgäste, die Angaben zu dem Geschehen machen konnten, mit einem separaten Bus nach Polen zurückgebracht. Die anderen Reisenden hatten die Fahrt bereits heute Nacht fortsetzen können.

© BR
Bildrechte: BR/Christoph Röder

Im Fall des in Hof getöteten Busfahrers sitzt ein 43 Jahre alter Verdächtiger nun in Untersuchungshaft. Den Ermittlern zufolge zeigt der Mann psychische Auffälligkeiten.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!