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Hof: Forscher entwickeln aus Fischereiabfällen Lack gegen Viren | BR24

© Hochschule Hof

Aus Fischereiabfällen wollen Forscher der Hochschule Hof einen speziellen Lack herstellen, der die Verbreitung von Viren und Bakterien hemmt.

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    Hof: Forscher entwickeln aus Fischereiabfällen Lack gegen Viren

    Aus Fischereiabfällen wollen Forscher der Hochschule Hof einen Lack herstellen, der die Verbreitung von Viren und Bakterien hemmt. Die Beschichtung könnte in Krankenhäusern, Arztpraxen oder öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt werden.

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    Forscher der Hochschule Hof setzen derzeit voll auf Krustentiere. In deren Schalen kommt der Stoff Chitosan vor, der bereits in Produkten für die Zahnreinigung und zum Pflanzenschutz eingesetzt wird. Bald - so die Hoffnung - auch in antibakteriellen Lacken.

    Es gebe zwar bereits antibakterielle Lacke aus anderen Stoffen, diese stünden aber wegen ihrer Wirkung auf Menschen in der Kritik. Die Wissenschaftler wollen sie nun durch hautfreundliche Naturrohstoffe ersetzen, so die Forscherin Jessica Wittmann.

    Weißes Pulver wird aus Fischereiabfällen gewonnen

    Es gibt allerdings noch einige Unwägbarkeiten. Noch sei es ziemlich aufwendig und teuer, das weiße Pulver aus den Fischereiabfällen zu gewinnen. Außerdem sei kaum erforscht, wie der Stoff am besten in den Lack eingebracht werden könne, so Wittmann.

    Auch die richtige Dosierung für die bestmögliche antibakterielle Wirkung sei noch unklar. Davon könnte am Ende abhängen, ob der Lack tatsächlich im Alltag eingesetzt wird. Das Projekt der Hochschule Hof soll bis Mitte 2022 abgeschlossen sein.

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