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Hof beschließt Rekord-Haushalt - Weg frei für Brückenprojekt? | BR24

© Landkreis Hof

Um die Entwicklung im Landkreis voranzubringen, brauche es Investitionen in die Zukunft, sagt Landrat Oliver Bär (CSU) nach der Verabscheidung des Rekordhaushalts in Hof.

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Hof beschließt Rekord-Haushalt - Weg frei für Brückenprojekt?

37,3 Millionen Euro sind im Hofer Rekord-Haushalt, der heute vom Hofer Kreistag verabschiedet wurde, für Investitionen vorgesehen. So sollen zum Beispiel die Pläne für die umstrittenen Frankenwald-Brücken trotz der Corona-Krise vorangetrieben werden.

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Der Hofer Kreistag hat heute einen Rekord-Haushalt verabschiedet. Die große Mehrheit der Räte will trotz der finanziellen Ungewissheiten aufgrund der Corona-Krise die Pläne für die umstrittenen Frankenwald-Brücken vorantreiben. Insgesamt sind im Haushalt rund 37,3 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen – das ist im Vergleich zu 2019 eine Steigerung um 42,5 Prozent.

Projekte der Investitionen

Vor allem geht es dabei um die weitere Sanierung und Erweiterungen der Hochfranken-Kliniken Münchberg und Naila sowie um Tourismus-Projekte wie Radwege und die weltweit längsten Fußgänger-Hängebrücken im Lohbach- und im Höllental. Gleichzeitig war sich CSU-Landrat Oliver Bär mit den Vertretern aller Parteien einig, dass es momentan fraglich ist, wann genau all diese Projekte auch tatsächlich umgesetzt werden können. Denn die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise seien nicht absehbar.

Antrag auf Verschiebung des Brücken-Projektes abgelehnt

Deshalb hatten die Fraktionen von SPD und ALB (Aktive Landkreis-Bürger) und Grüne auch beantragt, dass das umstrittene Brücken-Projekt im Frankenwald für ein Jahr auf Eis gelegt werde. Die vorgesehenen acht Millionen Euro für die weitere Planung sollten aus dem Haushalts-Entwurf gestrichen werden. Doch die Mehrheit aus CSU, Freie Wähler und FDP lehnte diese Antrag ab.

"Die Menschen brauchen gerade jetzt positive Signale, Zeichen, dass nicht alles auf Stop gesetzt wird. Wir können die Zeitschiene immer aktuell anpassen, aber nicht jetzt einen kompletten Stillstand beschließen“ CSU-Fraktionsvorsitzender Karl-Philipp Ehrler

Baugenehmigung für 2020 geplant

Nach den bisherigen Plänen soll im Laufe des Jahres die Baugenehmigung für die beiden Fußgänger-Hängebrücken über das Lohbach- und das Höllental erteilt werden, damit das Tourismus-Projekt 2022 eröffnet werden könnte. Die bisherige Kostenschätzung liegt bei 22 Millionen Euro – der Landrat erwartet 80 Prozent Zuschuss vom Freistaat. Allerdings gibt es noch keine schriftliche Zusage für die Fördermittel.

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