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Lebensgefahr: Höllentalklamm nach Unwetter gesperrt | BR24

© picture alliance / Bildagentur-online/Schickert

Die Schlucht Hoellentalklamm bei Grainau, Garmisch-Partenkirchen, Oberbayern

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Lebensgefahr: Höllentalklamm nach Unwetter gesperrt

Nach den Unwettern vom Wochenende ist die Höllentalklamm in Grainau gesperrt. Weil die Wege stark beschädigt worden seien, besteht laut Alpenverein für Wanderer Lebensgefahr.

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Nach den Unwettern in der Nacht auf Sonntag bleibt die Höllentalklamm in Grainau-Hammersbach vorerst gesperrt. Durch den ergiebigen Regen seien Sicherungsseile und Geländer in der Klamm erheblich beschädigt worden, sagte Bernhard Ostler, Klammreferent der Sektion Garmisch-Partenkirchen des Deutschen Alpenvereins dem BR.

Alpenverein: Lebensgefahr für Wanderer

Der Alpenverein appelliert an Wanderer, die Höllentalklamm derzeit nicht zu betreten. Da befürchtet wird, dass weiterhin Geröll oder Muren abgehen, bestehe für Wanderer Lebensgefahr, so Ostler. Außerdem seien Straßen und Wege durch umgestürzte Bäume, Geröll und Steine blockiert, eine Brücke sei durch das Unwetter weggespült worden. Wann die Höllentalklamm wieder zugänglich ist, sei derzeit unklar.

Die Höllentalklamm war seit Himmelfahrt (21.5.) wieder geöffnet. Auch die neue Brücke im Inneren der Klamm ist fertig gestellt.

Häuser und Hotels in Grainau evakuiert

In der Nacht auf Sonntag mussten in Grainau mehrere Häuser und Hotels von der Feuerwehr evakuiert werden. Der im Tal fließende Hammersbach war infolge der starken Regenfälle und der von den Bergen kommenden Wassermassen über die Ufer getreten. Rund 250 Anwohner und Urlauber des Ortsteils Hammersbach seien von der Maßnahme betroffen gewesen, teilte die Polizei mit. Viele von ihnen verbrachten die Nacht im Kurhaus.

Katastrophenfall mittlerweile wieder beendet

Der Bürgermeister von Grainau rief zwischenzeitlich den Katastrophenfall aus. 61 Wanderer mussten mit Hubschraubern von der Höllentalangerhütte ausgeflogen werden. Ihnen wurde durch das Unwetter der Weg abgeschnitten. Mittlerweile ist die Rettungsaktion abgeschlossen und auch der Katastrophenfall wieder aufgehoben.

© BR24-Leser Hermann Karpfinger

Großeinsatz in Hammersbach, Gemeinde Grainau bei Garmisch-Partenkirchen

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Der Hammersbach war über die Ufer getreten. In der Nähe ist auch eine Mure abgegangen.

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Häuser und Hotels wurden in der Nacht evakuiert.

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Touristen musste die Nacht im Kurhaus verbringen.

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