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Höhere Hürden für Castor-Transporte nach Landshut | BR24

© pa/dpa

Ein Castorbehälter wird verladen.

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    Höhere Hürden für Castor-Transporte nach Landshut

    Im Streit um die geplante Lieferung von Atommüll aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield ins Zwischenlager "Bella" beim Kernkraftwerk Isar II sind die Anforderungen für die Anlieferung von Castoren erhöht worden.

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    Die Genehmigungshürden für die geplante Anlieferung von sieben Castoren bis zum Jahr 2021 seien deutlich erschwert worden, sagte Landshuts Landrat Peter Dreier (FW) zum BR. Das sei das Ergebnis eines Dialoggesprächs mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Freitag in München.

    Endlager soll verhindert werden

    Konkret sei vereinbart worden, dass bereits zum Zeitpunkt der Anlieferung des Atommülls in Niederbayern eine Genehmigung für dessen Weitertransport vorliegen müsse, sagte Dreier. Mit dieser Regelung solle verhindert werden, dass das Zwischenlager "Bella" de facto zu einem Endlager umfunktioniert werden könne.

    Dreier nannte diese Vereinbarung einen Teilerfolg. Er glaube jedoch derzeit ohnehin nicht, dass der Zeitplan für die Anlieferung des Atommülls nach Niederbayern eingehalten werden könne. An dem Gespräch in München hatten neben Landrat Dreier auch die Bürgermeister von Essenbach, Dieter Neubauer, und Niederaichbach, Josef Klaus (beide CSU) teilgenommen.

    Vorschlag von Hendricks sorgte für Aufregung

    Bereits im Juni hatte Bundesumweltministerin Hendricks das Kernkraftwerk Isar bei Landshut als einen mögliches Zwischenlager für deutschen Atommüll aus Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien ins Spiel gebracht. Der Landshuter Bürgermeister Hans Rampf (CSU) zeigte sich damals empört. Er befürchtete ein de-facto-Endlager in Essenbach. Widerstand kündigt damals auch der Landshuter Landrat Peter Dreier an.