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Höcke kommt nach Kulmbach: 500 Gegendemonstranten erwartet | BR24

© dpa-Bildfunk/ Martin Schutt

Wird bei seinem Wahlkampfauftritt in Kulmbach auf Gegendemonstranten treffen: Björn Höcke von der AfD.

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    Höcke kommt nach Kulmbach: 500 Gegendemonstranten erwartet

    "Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz": So lautet der Titel der Demonstration, bei der in Kulmbach aufgrund des Besuchs von Björn Höcke protestiert wird. 300 Teilnehmer sind angemeldet, erwartet werden aber deutlich mehr.

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    Zur Gegendemonstration am Rande des Wahlkampfauftritts von Björn Höcke (AfD) in Kulmbach erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmer. Wie der Mitorganisator Matthias Hahn von der Kulmbacher SPD im BR-Gespräch mitteilte, würden an der Aktion am Freitag (14.02.20) alle ansässigen politischen Organisationen außer der AfD teilnehmen.

    Gastredner Karl Graf von Stauffenberg

    Hahn betonte, die Demonstration mit dem Titel "Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz" soll friedlich verlaufen. Bei Lesungen und Gastreden komme unter anderem auch Karl Schenk Graf von Stauffenberg zu Wort, ein Enkel des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die Demonstration auf dem Eku-Platz in Kulmbach soll von 17 bis 22 Uhr dauern.

    Kulmbacher Polizei erhält Unterstützung

    Die Polizei Kulmbach hält sich ob ihres Aufgebots im Rahmen der Veranstaltung und der Gegendemonstration bedeckt. Man sei gut vorbereitet und verfüge über ausreichend Personal, wenngleich Einsatzkräfte aus anderen Bereichen zur Unterstützung kämen, verriet Peter Hübner, Leiter der Polizeiinspektion Kulmbach dem BR auf Nachfrage.

    Wegen Höckes Besuch: Gottesdienst verschoben

    Wegen der Veranstaltung der AfD muss in Kulmbach zudem ein für Freitag geplanter Gottesdienst um zwei Tage verschoben werden. Aufgrund Höckes Besuch in der nahe gelegenen Stadthalle habe man den Gottesdienst in der Spitalkirche verlegt, sagte Pfarrer Ulrich Winkler von der Kulmbacher Petrikirchengemeinde dem Evangelischen Pressedienst (epd).

    "Wir wollen als Christen ein Zeichen setzten, dass die schlimmen Jahre der deutschen Geschichte nicht in Vergessenheit geraten oder sogar von manchen politischen Parteien verherrlicht werden." Thomas Kretschmar, Dekan

    Wie der evangelisch-lutherische Dekanatsbezirk Kulmbach zudem meldete, wollen die beiden Innenstadt-Kirchengemeinden zwischen 19.33 Uhr und 19.45 Uhr die Glocken läuten lassen. Die zwölf Minuten stehen dabei symbolisch für die zwölf Jahre NS-Zeit, an dessen Gewaltherrschaft erinnert werden soll.